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Fuchs Petrolub bleibt auf Wachstumskurs - Rekordergebnis angepeilt (Zus.)

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 13:55 publiziert

(Neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz, Analystenstimmen)
MANNHEIM (awp international) - Der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub hat im Auftaktquartal 2010 dank anziehender Nachfrage in allen Regionen seinen Wachstumskurs fortgesetzt. "Asien bleibt der Wachstumsmotor des Konzerns", sagte Unternehmenschef Stefan Fuchs am Montag während einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Der Umsatz zog in den ersten drei Monaten um fast ein Fünftel an, die Ergebnisse haben sich mehr als verdoppelt. Im ersten Quartal 2009 hatte die weltweite Wirtschaftskrise bei den Mannheimern noch tiefe Spuren hinterlassen. Mit seinen Quartalszahlen übertraf Fuchs Petrolub die Schätzungen der Analysten. Die Aktie zog bis zum frühen Nachmittag um 3,44 Prozent auf 78,20 Euro an und gehörte damit zu den Favoriten im MDax .
Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen einen Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis an. Dabei will Fuchs Petrolub beim operativen Ergebnis (EBIT) seine Bestmarke von 195 Millionen Euro aus dem Jahr 2007 knacken. "Wir planen Umsatz- und Ergebnissteigerungen in allen Regionen", sagte Fuchs. Steigende Rohstoffkosten stellten das Unternehmen aber zeitweise vor grosse Aufgaben. Seit einigen Wochen kletterten weltweit die Preise für Grundöl, aber auch für Chemikalien und Additive. Vor diesem Hintergrund warnte er: "Die Ergebnisdynamik des zweiten Halbjahres 2009 und des ersten Quartals 2010 sollte allerdings nicht einfach in das zweite Halbjahr fortgeschrieben werden." Den Sparkurs will der Fuchs-Petrolub-Chef fortführen.
AUSBAU DES GESCHÄFTS IM FOKUS
Der Mannheimer Konzern setzt weiterhin auf den Ausbau seines Geschäfts. Unter anderem sollen rund 100 neue Mitarbeiter in Technik und Vertrieb eingestellt werden, sagte Fuchs. Schwerpunkt dabei seien die Regionen Asien, Südamerika und Osteuropa. Derzeit baut Fuchs Petrolub ein neues Werk in Indien sowie ein neues Vertriebs- und Technologiezentrum in Mannheim. Des Weiteren will das Mannheimer Unternehmen auch extern wachsen. "Wir prüfen weiterhin Akquisitionsmöglichkeiten in Nordamerika und Westeuropa", sagte Fuchs. Dabei schaue sich das Unternehmen eher nach kleineren und mittelgrossen Übernahmezielen um. "Wir sehen aber auch Potenzial von neuen Kunden", fügte der Firmenchef hinzu. Er begründete dies damit, dass sich einige grössere Wettbewerber aus Nischen wie etwa das Schmierstoffgeschäft zurückzögen.
Analysten lobten das Zahlenwerk zum Jahresauftakt. So hob Martin Rödiger von Cheuvreux vor allem das starke organische Wachstum bei Fuchs hervor, das von allen Regionen angetrieben worden sei. Commerzbank-Experte Stephan Kippe führte den Ergebnissprung unter anderem von einer anhaltend starken Nachfrage nach den Produkten des Schmierstoff-Herstellers zurück. Im ersten Jahresviertel betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 58,7 Millionen Euro. Damit übertraf Fuchs Petrolub leicht die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt ein EBIT in Höhe von 55,2 Millionen Euro erwartet hatten. Im Vorjahreszeitraum war das operative Ergebnis im Sog der weltweiten Wirtschaftskrise auf 26,5 Millionen Euro abgesackt. Unter dem Strich blieben 40,6 Millionen Euro nach 16,2 Millionen Euro im Vorjahr.
UMSATZPLUS
Der Umsatz kletterte um 18,6 Prozent auf 330,4 Millionen Euro. An das Vorkrisenniveau konnte Fuchs Petrolub damit aber noch nicht ganz herankommen. Im ersten Quartal 2008 hatte das Unternehmen 350,7 Millionen Euro umgesetzt. Zum Zuwachs beigetragen hätten vor allem Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, aber auch Afrika. Diese Regionen hätten nicht nur das Vorjahresniveau übertroffen, sondern auch die hohen Erlöse aus dem Auftaktquartal 2008. In Europa konnten die Umsätze aus dem Jahr 2008 hingegen noch nicht erreicht werden.
Auf den weltweiten Nachfrageeinbruch hatten die Mannheimer wie viele Unternehmen aus der Chemiebranche auch mit Stellenstreichungen reagiert. Ende März beschäftigte der Schmierstoffhersteller 3.496 Mitarbeiter weltweit. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 3.730 Beschäftigte gewesen./ne/fn/tw

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