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LUXEMBURG (awp international) - Das Immobilienunternehmen Gagfah hat im abgelaufene Jahr dank einer Reihe von Verkäufen den Betriebsgewinn gesteigert. Die Mieteinnahmen gingen zeitgleich zurück. Wie das im MDax notierte Unternehmen mit Sitz in Luxemburg am Mittwoch mitteilte, sanken die Mieteinnahmen von 486,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 460,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg hingegen von 237 Millionen Euro im Vorjahr auf 348 Millionen Euro. Gagfah sprach von Fortschritten bei der Kostenoptimierung.
Der FFO, die die aus dem operativen Geschäft erzielten Finanzmittel abbildet und für die Dividende massgeblich ist, fiel auf 170,6 (Vorjahr: 190) Millionen Euro oder 0,76 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,84), ohne die Verkäufe waren es 0,70 Euro je Aktie. Im vierten Quartal fiel der FFO je Aktie mit 0,19 Euro genauso hoch aus wie im Vorquartal.
Die Quartalsdividende blieb auf stabilem Niveau. Die Aktionäre sollen für das vierte Quartal 0,10 Euro je Aktie ausgeschüttet bekommen. Im vergangenen August hatte das Unternehmen den bis dahin üblichen Wert von 0,20 Euro gekürzt.
Beim Verkaufsprogramm konnte Gagfah seine Ziele erreichen: Im Wert von 473,2 Millionen Euro seien Einheiten verkauft oder entsprechende Kaufverträge abgeschlossen worden. Als Ziel hatte die Gesellschaft zuvor 450 Millionen Euro genannt.
Ferner emittelt die Börsenaufsicht BaFin gegen den Geschäftsführer des grössten deutschen börsennotierten Wohnungsunternehmens Gagfah , William Brennan, wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Dies bestätigte die BaFin dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Brennan hatte am 3. Februar Gagfah-Aktien im Wert von 4,7 Millionen Euro verkauft. Vier Wochen später wurde bekannt, dass die Stadt Dresden eine Milliardenklage gegen die Gagfah erwägt. Der Stadtrat will hierzu an diesem Donnerstag eine Entscheidung treffen. Bei dem Streit geht es um mögliche Pflichtverletzungen aus dem Verkauf der Dresdener Wohnungsgesellschaft Woba.
Brennan lässt die Vorwürfe dem Bericht zufolge bestreiten. Eine Gagfah-Sprecherin bestätigte dem "Handelsblatt" zwar, dass Brennan seit längerem von den Recherchen der Stadt Dresden zu diesem Thema weiss. Die Stadt habe jedoch nicht erkennen lassen, dass sie Forderungen in erheblicher Grössenordnung geltend machen würde, sagte sie. Davon habe das Unternehmen erst kurz vor dem 4. März erfahren.
Der Gagfah wurde in verschiedenen Medienberichten vorgeworfen, ihre mehr als 160.000 Wohnungen in ganz Deutschland verkommen zu lassen. Das Unternehmen, das 2004 vom US-Hedgefonds Fortress für 3,5 Milliarden Euro übernommen wurde, bestreitet die Vorwürfe. Brennan, der 2009 von Fortress zur Gagfah kam, verkaufte seine Aktien zum Kurs von 7,50 Euro, aktuell steht er bei 6,38 Euro. Eine Milliardenklage würde den Kurs extrem drücken.
nmu/tw

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