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(Mit Angaben zur Kursentwicklung)
Bern (awp) - Die Berner Gesundheitsgruppe Galenica hat 2010 mit dem Umsatz die 3-Mrd-Marke übertroffen. Damit konnte Galenica den pharma-politischen Herausforderungen standhalten, gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Stark entwickelten sich die Bereiche Pharma und Retail, während in der Logistiksparte ein leichter Umsatzrückgang resultierte.
Die Gruppe steigerte den Umsatz um 6,6% auf 3'104,3 Mio CHF. In der margenstarken Pharmasparte stiegen die Verkäufe um 30,1% auf 578,5 Mio CHF, im Bereich Retail um ebenfalls 30,1% auf 1'089,5 Mio CHF und im kleinsten Geschäft Healthcare Information um 13,9% auf 49,0 Mio CHF. Der Rückgang in der Logistik betrug 2,3% auf 2'015,0 Mio CHF.
FERINJECT-ABSATZ WÄCHST WEITER
Der Anstieg im Pharmabereich blieb von der Absatzentwicklung des Eisenpräparates und Blockbusterkandidaten Ferinject geprägt. Die Tochter Vifor Pharma Rx steigerte den Umsatz um 13,0% auf 254,2 Mio CHF. Dabei erhöhte sich der Ferinject-Absatz um 67,7% auf 69,6 Mio CHF; allein in Europa wuchs er um 131,7%. Ferinject war Ende 2010 in dreissig Ländern zugelassen und in 14 auf dem Markt. Ab Januar 2011 wird das Produkt neu auch in Frankreich vertrieben.
Nebst der geographischen Verbreitung - noch steht etwa die wichtige US-Zulassung aus - will Galenica die Wirksamkeit des Produkts in verschiedenen Anwendungsbereichen aufzeigen. So habe etwa die FAIR-HF-Studie bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz gezeigt, dass die Behandlung von Eisenmangel mit Ferinject die Nierenfunktion verbessern könne. In einer weiteren Studie zeigte das Produkt Wirksamkeit und Sicherheit zur Korrektur von Eisenmangelanämie bei Patienten mit entzündlicher Darmerkrankung.
CELLCEPT-VERKÄUFE RÜCKLÄUFIG
Die Venofer-Umsätze erhöhten sich trotz wachsender Konkurrenz um 0,6% (+5,4% in LW) auf 184,6 Mio CHF. Die Verkäufe mit dem oralen Eisenpräparat Maltofer stiegen um 15,3% auf 51,2 Mio CHF. Dagegen entwickelten sich die Lizenzeinnahmen mit dem Roche-Medikament Cellcept erwartungsgemäss zurück und beliefen sich auf 187,5 (VJ 302,6) Mio CHF.
Die im Jahr 2009 zugekaufte OM Pharma wurde erstmals mit Einnahmen von 115,3 Mio CHF während eines ganzen Jahres konsolidiert. Der Umsatz von Vifor Pharma Consumer Health (u.a. mit Perskindol-Produkten) wuchs um 2,0% auf 110,0 Mio CHF.
In Zukunft soll der Phosphatbinder PA21 Umsatz generieren. Die Vorbereitungen für das klinische Phase-III-Programm habe Galenica "zügig" vorangetrieben, im ersten Quartal 2011 würden die ersten Patienten dazu rekrutiert, hiess es.
ÜBER 400 APOTHEKEN
Im Retail-Bereich machte die im Juli 2009 akquirierte Apothekenkette Sun Store gut 28 Prozentpunkte der Umsatzsteigerung aus; das organische Umsatzwachstum lag bei 1,9%. Die Verkäufe der Coop Vitality Apotheken werden jeweils at-equity konsolidiert und betrugen 116,9 Mio CHF (+10,6%). Das Apothekennetz von Galenica umfasst über 400 Standorte, 279 davon sind eigene und 133 sind Partnerapotheken.
Den Umsatzrückgang in der Logistik wird auf das Management-Buyout von Globomedica zurückgeführt. Zudem wirkten sich die vom Bund eingeführten Preis- und Margensenkungen auf Medikamenten sowie hohe Grippemittel-Absätze im Vorjahr negativ auf die Umsatzentwicklung aus.
GEWINNPROGNOSE LEICHT ERHÖHT
Den Gewinnausblick für 2010 hat Galenica leicht erhöht. Das Gewinnwachstum sei wie angekündigt in zukunftsgerichtete Projekte investiert worden, trotzdem werde der Gewinn über Vorjahr liegen. Die detaillierten Zahlen zum Gesamtergebnis veröffentlicht Galenica am 15. März 2011.
An der Börse sind Galenica - wie schon in den Vortagen - unter Druck gekommen und verlieren bis um 14.40 Uhr mit 2,7% auf 514 CHF. Der SPI sinkt um 0,3%.
Galenica hat mit dem Umsatz die Vorgaben der Analysten leicht verfehlt. Ausserdem nehmen mit dem höheren Pharmaanteil am Umsatz auch die Risiken zu. Eine Sicherheit biete da die zwar margenschwachen aber dafür krisenresistente Logistiksparte.
mk/ra

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