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(Durchgehend ergänzt um weitere Angaben)
Jona (awp) - Die Geberit AG hat im Geschäftsjahr 2010 in lokalen Währungen zwar ein Umsatzwachstum im Bereich der langfristigen Zielsetzung erreicht. In Schweizer Franken ergab sich wegen dessen Stärke aber nicht unerwartet ein Rückgang. Angesichts der komfortablen finanziellen Situation hat Geberit gleichzeitig ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. CEO Albert Baehny soll zudem den zurücktretenden VR-Präsidenten Günter Kelm ersetzen und die Firma im Doppelmandat führen.
Der Umsatz bildete sich um 1,6% auf 2'146,9 (VJ 2'181,2) Mio CHF zurück. In lokalen Währungen ergab sich dagegen ein Plus von 5,0%, wie der Sanitärtechnikkonzern am Donnerstag mitteilte. Die Währungsverluste werden auf 143,0 Mio CHF beziffert und zur Hauptsache mit dem gegenüber dem Euro starken Schweizer Franken begründet.
Geberit hat damit die Erwartungen der Analysten knapp getroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 2'158 Mio CHF. Geberit selbst hatte bereits im November mit den Neunmonats-Zahlen einen währungsbereinigten Umsatz von "leicht über Vorjahr" in Aussicht gestellt.
Die europäischen Märkte setzten insgesamt in lokalen Währungen 4,6% mehr um, wobei Grossbritannien/Irland (+10,3%), die nordischen Länder (+7,2%) und der wichtige Markt Deutschland (+6,9%) am meisten anzogen. Auf den weiteren Plätzen folgen Österreich (+5,9%), Frankreich (+4,4%), Italien (+3,9%), die Schweiz (+3,2%) und Zentral-/Osteuropa (+2,8%). Ein Minus ergab sich einzig in den Märkten Benelux (-1,6%) und Iberische Halbinsel (-8,3%).
Fernost/Pazifik (+22,2%), Amerika (+6,8%) und Nahost/Afrika (+1,7%) legten in unterschiedlichem Masse zu.
Im vierten Quartal hat Geberit einen Umsatz von 472,7 (501,2) Mio CHF erzielt, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 5,7%, in Lokalwährung dagegen einem Plus von 3,9% entspricht. Im ersten Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt um 2,1% zu, im zweiten um 7,5% und im dritten um 6,4%, womit sich das Wachstumstempo zum Jahresende verlangsamt hat.
Die bisherige Gewinnprognose für 2010 hat Geberit, was die operative Marge betrifft, bestätigt. Es sei mit einer EBITDA-Marge im Bereich von 26% zu rechnen, hiess es. Der Reingewinn und der Gewinn je Aktie werde auf Vorjahresniveau zu liegen kommen, heisst es zudem in der heutigen Mitteilung.
Zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011 macht Geberit heute noch keine konkreten Angaben. CEO Albert Baehny hatte sich allerdings zuletzt im November bei der Präsentation der Drittquartalszahlen zuversichtlich gezeigt. "Für das Geschäftsjahr 2011 sind wir etwas optimistischer eingestellt als noch vor sechs Monaten", sagte Baehny damals, ohne sich allerdings auf eine konkrete Prognose zum möglichen Wachstum einzulassen.
Seine Zuversicht für 2011 nährte sich aus der erwarteten Erholung des Neubaugeschäfts in Deutschland, was auch für den Renovationsbereich eine Verbesserung erwarten lasse. Ausserdem sah Baehny weiterhin ein starkes Marktumfeld in der Schweiz oder in Österreich und erwartete in den USA weitere Marktanteilsgewinne.
Geberit kündigte mit dem Umsatzzahlen auch ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Auf einer separaten Handelslinie sollen in den Jahren 2011 und 2012 Aktien im Gesamtbetrag von maximal 5% des eingetragenen Aktienkapitals zurückgekauft und mittels Kapitalherabsetzung vernichtet werden. Auf Basis des Schlusskurses vom 11. Januar 2011 beläuft sich das Volumen auf rund 440 Mio CHF. An der "attraktiven Dividendenpolitik" soll gemäss Communiqué auch in Zukunft festgehalten werden.
Weiter schlägt der Verwaltungsrat den bisherigen CEO Albert Baehny zur Wahl in das Gremium vor. Er soll den zurücktretenden Günter Kelm als VR-Präsidenten ersetzen, "in den kommenden Jahren" aber auch seine Aufgaben als CEO weiterführen. Als neuer Vizepräsident und Lead Director soll Robert Spoerry eine "weiterhin vorbildliche" Corporate Governance sicherstellen. Hans Hess zieht sich nach seiner Wahl zum Präsidenten von Swissmem aus dem VR zurück.
Die Gewinnzahlen werden am 10. März 2010 vorgelegt.
cf/ps

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