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Jona (awp) - Die Geberit AG hat im Geschäftsjahr 2010 den Umsatz in lokalen Währungen gesteigert. In Schweizer Franken ergab sich wegen dessen Stärke aber nicht unerwartet ein Rückgang. Angesichts der komfortablen finanziellen Situation hat Geberit gleichzeitig ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. CEO Albert Baehny soll zudem den zurücktretenden VR-Präsidenten Günter Kelm ersetzen und die Firma im Doppelmandat führen. Die Aktie steht in der Folge klar unter Druck.
Der Umsatz bildete sich um 1,6% auf 2'146,9 Mio CHF zurück. In lokalen Währungen ergab sich dagegen ein Plus von 5,0%, wie der Sanitärtechnikkonzern am Donnerstag mitteilte. Die Währungsverluste werden auf 143,0 Mio CHF beziffert und zur Hauptsache mit dem gegenüber dem Euro starken Schweizer Franken begründet.
Die europäischen Märkte setzten insgesamt in lokalen Währungen 4,6% mehr um, wobei Grossbritannien/Irland, die nordischen Länder und der wichtige Markt Deutschland am meisten anzogen. Ein Minus ergab sich einzig in den Märkten Benelux und Iberische Halbinsel. Fernost/Pazifik, Amerika und Nahost/Afrika legten in unterschiedlichem Masse zu.
Im vierten Quartal hat Geberit einen Umsatz von 472,7 Mio CHF erzielt, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 5,7%, in Lokalwährung dagegen einem Plus von 3,9% entspricht. Das Wachstumstempo hat sich dabei zum Jahresende etwas verlangsamt.
ETWAS MEHR ZUVERSICHT FÜR 2011
Die bisherige Gewinnprognose für 2010 hat Geberit, was die operative Marge betrifft, bestätigt. Es sei mit einer EBITDA-Marge im Bereich von 26% zu rechnen, hiess es. Der Reingewinn und der Gewinn je Aktie werde zudem auf Vorjahresniveau zu liegen kommen.
Zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011 machte Geberit noch keine konkreten Angaben, zeigte sich aber dennoch zuversichtlich. "Ich bin insgesamt für das Geschäftsjahr 2011 etwas positiver eingestellt als noch im vergangenen November", sagte CEO Albert Baehny anlässlich einer Telefonkonferenz.
Zwar erwartet er 2011 für Europa keine Erholung im Nicht-Wohnungsbaugeschäft, für den Renovationsmarkt im Wohnungsbau zeigt er sich aber optimistischer und geht von einem Wachstum aus. Eine sehr starke Entwicklung sieht er in Finnland, Norwegen und Schweden. Etwas verhaltener dürfte die Entwicklung im wichtigsten Ländermarkt Deutschland sein, aber auch hier stellt Baehny für 2011 ein Wachstum in Aussicht.
AKTIENRÜCKKAUFPROGRAMM SOLL DIVIDENDEN NICHT TANGIEREN
Geberit kündigte mit dem Umsatzzahlen auch ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Auf einer separaten Handelslinie sollen in den Jahren 2011 und 2012 Aktien im Gesamtbetrag von maximal 5% des eingetragenen Aktienkapitals zurückgekauft und mittels Kapitalherabsetzung vernichtet werden. Auf Basis des Schlusskurses vom 11. Januar beläuft sich das Volumen auf rund 440 Mio CHF. An der "attraktiven Dividendenpolitik" soll auch in Zukunft festgehalten werden. Und auch Ergänzungsakquisitionen seien deshalb nicht ausgeschlossen.
BAEHNY MIT DOPPELMANDAT
Weiter schlägt der Verwaltungsrat den bisherigen CEO Albert Baehny zur Wahl in das Gremium vor. Er soll den zurücktretenden Günter Kelm als VR-Präsidenten ersetzen, "in den kommenden Jahren" aber auch seine Aufgaben als CEO weiterführen. Als neuer Vizepräsident und Lead Director soll Robert Spoerry eine "weiterhin vorbildliche" Corporate Governance sicherstellen. Hans Hess zieht sich nach seiner Wahl zum Präsidenten von Swissmem aus dem VR zurück.
Angesprochen auf sein künftiges Doppelmandat als CEO und Präsident des Verwaltungsrates meinte Baehny: "Dies wird keine Strategieänderung mit sich bringen."
Die Aktie gibt bis am Mittag deutlich nach (-7,2%) und steht etwas über dem Tagestief. Geberit hat die Erwartungen der Analysten zwar knapp getroffen, diese zeigen sich aber ob der nicht erhöhten Guidance für die EBIT-Marge im Gesamtjahr etwas enttäuscht. Ausserdem galt der Titel bereits als teuer.
cf/pf

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