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(Anmerkung: Laut Genolier-Sprecher Sacha Wigdorovits muss Genolier die Vorwürfe gegen den früheren CEO Antoine Hubert nicht zurücknehmen, sondern lediglich den Aktionärsbericht mit einem Zusatz ergänzen. Er lässt sich mit folgenden Worten zitieren: "Es erfolgt weder ein Rückzug des Aktionärsbriefs, noch werden gewisse darin enthaltende Äusserungen gestrichen.")
Zürich (awp) - Die Genolier Swiss Medical Network SA (GSMN) muss im Aktionärsbrief vom 09.07.2010 erhobene Vorwürfe gegen den vormaligen Delegierten des Verwaltungsrates und CEO Antoine Hubert mit einem Zusatz ergänzen (siehe Anmerkung oben). Dies ist das Ergebnis eines gerichtlichen Vergleichs, der gestern Dienstag abgeschlossen wurde, teilt GSMN am Mittwoch mit. Das Gerichtsverfahren wurde von Hubert Mitte Juni eingeleitet.
So wird der Aktionärsbrief dahingehend ergänzt, dass das Zwischenergebnis der internen Untersuchungen zur Geschäftsführung oder Aktivitäten von Hubert keine zurechenbare Versäumnisse oder Verstösse ergeben habe. "Die interne Untersuchung betreffend die Geschäftsführung oder Aktivität von Herrn Antoine Hubert innerhalb der Genolier Gruppe, welche vom Verwaltungsrat der Genolier Swiss Medical Network SA am 15. Juni 2010 angeordnet wurde, ist bis heute nicht abgeschlossen. Insbesondere ist Herr Antoine Hubert im Rahmen dieser Untersuchung noch nicht angehört worden. Die Zwischenergebnisse der Untersuchung haben keine Herrn Antoine Hubert zurechenbare Versäumnisse oder Verstösse festgestellt."
Im Aktionärsbrief vom vergangenen Freitag hatte GSMN Vorwürfe gegen Hubert und dessen Frau erhoben. Eine interne Untersuchung mithilfe der Prüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) habe ergeben, dass mehrere Hunderttausend Franken an eine Genfer Gesellschaft geflossen seien, die mit Hubert und seiner Frau in Verbindung stehe, so der Brief.
Für die Leistungen, welche diese Gesellschaft angeblich erbrachte, gebe es keine Belege. Zudem seien Spesen- und Honorarzahlungen von über 400'000 CHF entrichtet worden, was im Geschäftsbericht 2009 der Genolier-Gruppe aber mit nur 209'000 CHF ausgewiesen sei. Daneben seien noch weitere Unregelmässigkeiten vorgekommen.
Hubert hatte am Freitagabend umgehend auf die Anschuldigungen reagiert. Er hat die Aussagen des Genolier-Verwaltungsrats als "sehr unsubstanziert" zurückgewiesen. Die fraglichen Zahlungen seien im Geschäftsbericht an zwei Stellen ausgewiesen und von der Revisionsgesellschaft KPMG geprüft worden, so Hubert-Sprecher Edwin van der Geest damals gegenüber AWP. Im Weiteren bemängelt Hubert, dass die Prüfungsgesellschaft ihn nicht kontaktiert habe, obwohl er das schriftlich angeboten habe.
Am Montag dieser Woche hatte Hubert dann Strafanzeige gegen GSMN eingereicht wegen Rufschädigung und versuchter Verletzung der Interessen Dritter. Die Anzeige richte sich gegen die beiden Genolier-Verwaltungsräte Hans-Reinhard Zerkowski und Michel Schröder und den Berater Sven Moos. Zerkowski und Schröder hätten in einem Aktionärsbrief Unwahrheiten über Hubert verbreitet und zusammen mit Moos die Löschung von Hubers Stimmrechten beantragt, was gegen die Statuten von Genolier verstosse, hiess es.
Hintergrund der Streitigkeiten ist ein Machtkampf um das Unternehmen. Hubert war am 11. Juni von einer Aktionärsgruppe unter Führung der US-Beteiligungsgesellschaft Lincoln Vale an der Generalversammlung aus dem Verwaltungsrat von Genolier geworfen worden. Er gab sich damit aber nicht ab und kaufte 600'000 Aktien der Spitalgruppe.
Mit der Kontrolle über nunmehr 25% des Aktienkapitals wollte sich Hubert an der ausserordentlichen Generalversammlung im August zurück an die Macht bringen. Auch der gleichzeitig mit ihm abgesetzte Ex-Präsident des Verwaltungsrates, Raymond Loretan, sollte wiedergewählt werden.
Gemäss Dokumenten, die der Nachrichtenagentur AWP am Freitag vorlagen, wollte Genolier Hubert die Eintragung der neuen Stimmrechte verwehren. Die Spitalgruppe liess jedoch über ihren Sprecher Sacha Wigdorovits ausrichten, die Eintragung werde lediglich geprüft. Entschieden sei aber noch nichts.
rt/ra

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