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Vernier (awp) - Der Aromen- und Riechstoffkonzern Givaudan SA hat ein starkes erstes Halbjahr 2010 hinter sich: Umsatz, Betriebs- und Reingewinn konnten im Vergleich zum allerdings schwachen Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert werden. Ausserdem hat der Konzern die Ziele für 2010 bestätigt. Er will weiter stärker als der Gesamtmarkt wachsen und die Betriebsmarge schon dieses Jahr wieder auf den Wert von vor der Quest-Akquisition verbessern. Die Aktie sind entsprechend gesucht und verfehlten im bisherigen Tagesverlauf die Marke von 1'000 CHF nur knapp.
Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 10,2% auf 2'199 Mio CHF (+10,5% in Lokalwährungen LW), womit das Wachstum aus dem ersten Quartal (+10,6%) fast gehalten werden konnte. Insbesondere in den Schwellenmärkten (Umsatzanteil von 41%) habe die starke Wachstumsdynamik des Vorjahres angehalten, teilte Givaudan am Donnerstag mit.
STARKE ERHOLUNG IN DER LUXUSPARFÜMERIE
Die Division Riechstoffe verzeichnete ein Umsatzplus von +13,1% auf 1'017 Mio CHF (+13,3% in LW), wobei hier vor allem der Bereich Luxusparfümerie (+24,2%) stark zulegte. Givaudan führt dies u.a. auf neue Geschäftsabschlüsse, den Erfolg neu lancierter Produkte und den Wiederaufbau von Lagerbeständen bei den Detailhändlern zurück.
In der Division Aromen gab es ein Plus von 7,8% auf 1'182 Mio CHF (+8,1% in LW). Sie vermochte den Angaben zufolge in allen vier Regionen zuzulegen. In sämtlichen Schwellenländern wurden gar "hohe zweistellige Zuwachsraten" erzielt, aber auch die reifen Märkte hätten eine Beschleunigung gesehen.
Die Bruttomarge erhöhte sich dank der Umsatzsteigerung, der integrationsbedingten Einsparungen und einer besseren Absorbierung der fixen Produktionskosten im Vergleich zum Vorjahr auf 46,8% von 44,9%. Der EBITDA (auf vergl. Basis) wird mit 529 (424) Mio CHF ausgewiesen, die entsprechende Marge mit 24,1 (21,2)%. Der Reingewinn konnte mit 200 (95) Mio CHF mehr als verdoppelt werden (Marge 9,1%). Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) vor allem im Bereich EBITDA deutlich übertroffen.
NETTOVERSCHULDUNG ETWAS HÖHER
Die Nettoverschuldung stieg von 1'499 Mio (exklusive Pflichtwandelanleihe) im Dezember 2009 auf 1'716 Mio im Juni 2010. Diese Zunahme sei in erster Linie auf die Dividendenausschüttung in Höhe von 187 Mio CHF zurückzuführen, heisst es. Die Leverage Ratio stand per Mitte Jahr bei 33% und soll mittelfristig (2 Jahre) auf 25% abgebaut werden. Erst dann ist wieder mit grösseren Ausschüttungen an die Aktionäre in Form von Aktienrückkäufen oder in sonstiger Formen zu rechnen, wie CEO Gilles Andrier im Interview mit AWP sagte.
Insgesamt bleibt auch der Ausblick weiter optimistisch. Der Konzern gibt sich zuversichtlich, dass er aufgrund der wachsenden Projektpipeline und neuer Geschäftsabschlüsse auch im Gesamtjahr 2010 ein stärkeres Wachstum als der Gesamtmarkt (2-3%) erzielen wird. Trotz der starken Vergleichsbasis des zweiten Halbjahres 2009 erwartet Givaudan für das ganze Jahr ein Wachstum von über 5% in Lokalwährungen. Allzu euphorisch ist der Konzernchef aber trotzdem nicht: "Die Unsicherheiten bezüglich wirtschaftlicher Entwicklung vor allem in Westeuropa und den USA sind weiterhin da", sagte er.
Das Management geht ausserdem davon aus, dass bis Ende dieses Jahres das angekündigte Einsparungsziel von 200 Mio CHF und somit auch das vor der Akquisition bestehende Niveau der EBITDA-Marge von 22,7% erreicht werden kann. Givaudan werde sich in einem günstigeren Umfeld weiter auf ihre Wachstumsinitiativen konzentrieren, um in Schwellenländern und wichtigen Marktsegmenten zu expandieren, hiess es weiter.
Analysten und Aktionäre reagierten relativ euphorisch auf die Zahlen. Die ZKB etwa schrieb in einem Kommentar von einem "brillanten Ergebnis ohne jeden Schönheitsfehler". Die Aktie stand kurz vor 13 Uhr in einem um 0,4% festern Gesamtmarkt 2,1% höher auf dem Stand von 993 CHF.
uh/cf

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