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Chur (awp) - Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat 2010 verglichen mit dem Vorjahr einen rückläufigen Bruttogewinn erzielt. Deutlich gewachsen sind dagegen die Kundenvermögen. Dank tieferer Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken resultierte unter dem Strich ein höherer Reingewinn.
Der Bruttogewinn verringerte sich um 7,1% auf 208,7 Mio CHF, wobei der Rückgang mit tieferen Handelserträgen sowie kleineren Wertgewinnen auf Finanzanlagen begründet wird. Als Folge der auf 34,3 (VJ 56,2) Mio CHF verringerten Zuweisung an die Reserve für allgemeine Bankrisiken stieg dagegen der Konzerngewinn um 7,1% auf 154,1 Mio CHF. Je PS wird ein Gewinn von 73,52 (79,09) CHF ausgewiesen, wie das Institut am Freitag mitteilte.
Die Dividende soll erneut erhöht werden und zwar auf 38 CHF nach 35 CHF für das Vorjahr. Der Kanton Graubünden kann - abhängig vom gehaltenen PS-Bestand - mit einer Ausschüttung von über 85 Mio CHF (79,4) Mio CHF rechnen.
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die GKB die eigene, zur Jahresmitte abgegebene Guidance eines Bruttogewinnes von 210 bis 220 Mio CHF bzw. eines Gewinns je PS von 74 CHF knapp verfehlt. Die Analysten der ZKB prognostizierten für 2010 einen Bruttogewinn von 214,4 Mio und einen Konzerngewinn von 152,8 Mio CHF.
Die Bündner Staatsbank zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: "Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir sämtliche strategischen Zielwerte erreichen oder übertreffen. Das überdurchschnittliche Geschäftsvolumenwachstum beinhaltet neues Ertragspotential für die Zukunft", wird CEO Alois Vinzens in der Mitteilung zitiert.
Insgesamt erwirtschaftete die GKB einen um 4,3% tieferen Bruttoertrag von 384,9 Mio CHF. Der Ertrag der wichtigsten Ertragsquelle des Zinsgeschäftes verminderte sich um 1,6% auf 247,9 Mio CHF. Eine tiefere Zinsmarge sowie die Risikoreduktion bei der Fristentransformation (Absicherungskosten) hätten auf das Ergebnis gedrückt.
Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft profitierte vom wachsenden Kundenvermögen und legte um 2,9% auf 111,9 Mio CHF zu. Der Erfolg im Handelsgeschäft brach als Folge der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten, welche zu rückläufigen Transaktionsvolumen führten, um 34% auf 15,7 Mio CHF ein. Der übrige ordentliche Erfolg schliesslich verminderte sich um 47% auf 9,4 Mio CH. Nach einem Jahr grosser Wertgewinne auf Wertschriftenanlagen habe man sich hier wieder dem langjährigen Mittelwert angenähert, so die GKB.
Der Geschäftsaufwand ging um 0,8% auf 176,1 Mio CHF zurück. Daraus errechnet sich eine Cost-Income Ratio II von 49,4 (48,1)%. Die GKB schnitt damit einmal mehr besser als der strategische Zielwert von maximal 55% ab.
Die Kundenvermögen stiegen dank grossen Akquisitionserfolgen bei den Beteiligungsgesellschaften der Bank per Jahresende um 6,5% auf 26,5 Mrd CHF. Insgesamt zog die Bank 2010 Neugeld in Höhe von 1'778,5 (179,4) Mio CHF an und übertraf damit selbst das von der Vertrauenskrise der Grossbanken beeinflusste Rekordergebnis 2008.
Die Eigenkapitalrendite wird mit 10 (11,4)% ausgewiesen und trifft damit genau den strategischen Zielwert. Die GKB sieht sich mit einer BIZ Tier I Ratio von 17,1%, welche vollständig aus hartem Kernkapital besteht, mit Blick auf die zu erwartenden neuen Eigenmittelvorschriften "sehr gut gerüstet".
Im angelaufenen Jahr 2011 rechnet die Bank mit freundlichen Aktienmärkten, einem leicht anziehenden Zinsniveau und realwirtschaftlich gute Rahmenbedingungen bei nach wie vor hohen Risiken. Den Bruttogewinn sieht die GKB 2011 zwischen 205 und 215 Mio CHF, den Gewinn je PS zwischen 70 und 74 CHF. Zudem rechnet die Bankführung mit einem Neugeldzufluss von 700 Mio CHF sowie einer Cost-/Income Ratio von 50%, wie den Präsentationsunterlagen zur heute stattfindenden Medienkonferenz zu entnehmen ist.
Die GKB sei positiv in das neue Jahr gestartet. Bankchef Vinzens zeigt sich gemäss Unterlagen zuversichtlich, die Ziele und die in das Institut gesteckten Erwartungen erfüllen zu können.
gab/uh

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