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WASHINGTON (awp international) - Es ist ein Sieg mit fadem Beigeschmack für den Pharmakonzern GlaxoSmithKline : Ein Beratergremium der US- Gesundheitsbehörde FDA hat sich am Mittwoch zwar nicht dazu durchringen können, ein Verbot für das umstrittene Diabetesmittel Avandia zu empfehlen. Aber die Experten äusserten starke Bedenken gegen das Medikament. Es steht im Ruf, Herzinfarkte zu begünstigen.
Das Gremium stellte in einer mehrstündigen Sitzung fest, dass Avandia gegenüber einem Konkurrenzprodukt grössere Risiken aufweist. In der abschliessenden Abstimmung reichte die Zahl der Stimmen für eine Verbotsempfehlung aber nicht aus. Die Experten forderten stattdessen Einschränkungen und stärkere Warnhinweise. Die FDA folgt üblicherweise dem Urteil.
"Patienten, die Avandia einnehmen, sollten mit ihrem Arzt über Behandlung sprechen und über alle Fragen, die sie zur Sicherheit des Medikaments haben mögen", sagte GlaxoSmithKlines Chefmedizinerin Ellen Strahlman. Sie versprach einen offenen Umgang mit allen internen Forschungsergebnissen.
Vor drei Jahren hatte eine Studie eine erhöhte Gefahr von Herzinfarkten beschrieben. Der Umsatz mit dem Mittel brach daraufhin ein. Im vergangenen Jahr lag er mit 771 britischen Pfund (923 Mio Euro) nicht einmal mehr bei der Hälfte dessen, was das Medikament vor dem Bekanntwerden der Risiken in die Kassen gespült hatte. Tendenz weiter fallend.
Noch viel schwerer als der Umsatzverlust wiegt aber die Furcht vor Schadenersatzklagen. An dieser Front hat GSK nach einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg nun etwas Klarheit schaffen können. Der Pharmakonzern kann demnach mit der Zahlung von 460 Millionen Dollar rund 10 000 Klagen auf einen Schlag beilegen. Insgesamt, so schätzen Analysten, sind 13 000 Klagen anhängig.
Erst am Dienstag hatte die "New York Times" den Pharmakonzern in ein schlechtes Licht gerückt. Demnach wusste GlaxoSmithKline seit 1999 durch eine eigene Studie, dass mit dem Medikament Herzinfarktrisiken verbunden waren. Doch das Unternehmen habe geschwiegen, weil die Verkäufe so gut liefen. Die Zeitung berief sich auf ihr vorliegende Unterlagen. Eine Sprecherin von GlaxoSmithKline bestritt die Vorwürfe.
Die Börsianer zeigten sich am Mittwoch erst einmal erleichtert. Die Aktie stieg um 2 Prozent, obwohl die endgültige Entscheidung der FDA noch aussteht./das/DP/nl

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