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ATHEN (awp international) - Der Kapitalmarkt soll dem klammen griechischen Haushalt mit weiteren fünf Milliarden Euro über die Runden helfen. Die Regierung in Athen kündigte am Dienstag für Februar eine weitere Anleihe in dieser Grössenordnung an. Der neue Vorstoss kommt nur einen Tag nachdem eine Anleihenemission Athens auf rege Nachfrage gestossen war. Nach der Ausschreibung von griechischen Staatsanleihen im Volumen von fünf Milliarden Euro wurden Gebote über 25 Milliarden Euro abgegeben. Schliesslich nahm Athen acht Milliarden Euro auf. Allerdings waren die Zinsen mit 6,2 Prozent sehr hoch.
Nach Einschätzung des Marktes ist das hoch verschuldete Euro-Land noch längst nicht über den Berg. "Das ist zwar eindeutig ein Zeichen, dass das Land kurzfristige Finanzierungen durchführen kann, aber hier ist der Weg noch weit", kommentierte Norbert Aul von der Commerzbank die erfolgreiche Platzierung.
Nach der Ausschreibung von griechischen Staatsanleihen hatten Investoren Gebote im Volumen von 25 Milliarden Euro abgegeben. Schliesslich nahm Athen acht Milliarden auf. "Wir können wieder atmen", titelte am Dienstag die Athener Zeitung Ta Nea".
Wie gross die Probleme in Griechenland nach dem erfolgreichen Test an den Finanzmärkten bleiben, zeigen die nackten Zahlen. Griechenland hat die schlechteste Haushaltslage im Euroraum. So ist Griechenlands Neuverschuldung im abgelaufenen Jahr auf fast 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gestiegen, und der Schuldenstand übertrifft mittlerweile die Wirtschaftsleistung des Landes deutlich. Zudem muss sich Athen seit langem vorhalten lassen, dass sein Statistikamt nicht unabhängig arbeitet und die Defizit- und Schuldenquoten geschönt seien.
Deutliche Ermahnungen kommen weiterhin von Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB). Bundesbank-Chef Axel Weber forderte Griechenland erneut zu harten Einschnitten bei den Ausgaben auf und lehnte eine Hilfe Europas für das angeschlagene Land abermals ab. "Ich halte solche Hilfen, ob konditioniert oder - schlimmer noch - nicht konditioniert für kontraproduktiv", sagte Weber der "Börsen- Zeitung" (BöZ/Dienstagausgabe). Vielmehr müsse Griechenland seine Staatsschulden selbst in den Griff bekommen. Der Euroraum sei als eine Stabilitätsgemeinschaft konstruiert. Stabilität sei eine Bringschuld aller Teilnehmerländer. Weber sieht keine Gefahr für die europäische Währungsunion: "Es gibt kein Problem der Währungsunion und keines des Euro."/tt/jha/DP/jha

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