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(Neu: Analystenkommentar, Umsatzzahlen)
PARIS (awp international) - Nach monatelangen Verhandlungen ist Sanofi-Aventis beim Übernahmepoker um das US-Biotech-Unternehmen Genzyme endlich am Ziel. Der französische Pharmakonzern wird Genzyme für 20,1 Milliarden US-Dollar (14,9 Mrd Euro) in bar übernehmen, wie Sanofi am Mittwoch mitteilte. Für die Pariser ist Genzyme der grösste Zukauf, seit der Konzern vor mehr als sechs Jahren den deutsch-französischen Konkurrenten Aventis übernommen hatte.
Wie viele andere Unternehmen der Branche steht Sanofi vor der Herausforderung, sich angesichts auslaufender Patente gegen die zunehmende Konkurrenz von Nachahmerprodukten wappnen zu müssen. Sanofi-Bestseller, wie etwa der Blutverdünner Plavix oder der Gerinnungshemmer Lovenox, verlieren bis 2013 ihren lukrativen Patentschutz. Da kommt Genzyme mit seinen Medikamenten gegen seltene Erkrankungen gerade recht. Der Forschungssschwerpunkt liegt vor allem auch auf genetischen Störungen. Ein Kassenschlager des US-Unternehmens könnte ein Mittel gegen Multiple Sklerose werden.
GENZYME-AKTIONÄRE WERDEN AN ERFOLGE BETEILIGT
Der Kurs der Sanofi-Aktie stieg am frühen Nachmittag in Paris um 2,81 Prozent auf 51,20 Euro. Die in den USA gehandelten Titel von Gezyme legten im vorbörslichen US-Handel ebenfalls zu. Analyst Oliver Kämmerer von der WestLB hielt derweil an seiner "Neutral"-Einschätzung der Papiere von Sanofi-Aventis fest. Zwar dürfte der Markt die Einigung auf eine Übernahme gut heissen, allerdings gingen die Wettbewerber derzeit bei dem strategischen Umbau ihrer Unternehmen schneller voran als die Franzosen.
Seit Juli vergangenen Jahres hatte Sanofi um Genzyme geworben. Im Oktober legten die Franzosen ein Übernahmeangebot von 69 Dollar je Aktie vor. Dies lehnten die Amerikaner als zu niedrig ab und stuften die Offerte als feindlich ein. Die Genzyme-Aktionäre nahmen das Angebot kaum an, so dass die Franzosen nun noch einmal nachlegen mussten. Die Pariser erhöhten ihr Gebot auf 74 Dollar je Aktie. Zudem sollen Genzyme-Aktionäre bis Ende 2020 an zukünftigen Erfolgen ihres Unternehmens teilhaben.
ZUSÄTZLICHER GEWINN
Unter dem seit Ende 2008 amtierenden Deutsch-Kanadier Chris Viehbacher hat Sanofi-Aventis bereits mehr als zehn Milliarden Euro für Übernahmen ausgegeben. Die Übernahme von Genzyme will der Konzern Anfang des zweiten Quartals abschliessen - die Genehmigung der Kartellbehörden vorausgesetzt.
Mit dem Zukauf erhoffen sich die Franzosen einen zusätzlichen Gewinn von 0,75 bis 1,0 Euro je Aktie im Jahr 2013. Sanofi-Aventis erzielte im vergangenen Jahr 30,4 Milliarden Euro Umsatz und einen Überschuss von 9,21 Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigt mehr als 100.000 Mitarbeiter. Bei Genzyme arbeiten weltweit annähernd 10.000 Beschäftigte. Der Umsatz lag 2009 bei 4,5 Milliarden Dollar./mne/alg/tw

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