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HELSINKI (awp international) - Das Kerngeschäft mit Handys bleibt das Sorgenkind des angeschlagenen Handybauers Nokia. Obwohl die Zahl der verkauften Handys im zweiten Quartal stieg, warf die Sparte weniger Gewinn ab. Der Ausblick für das Gesamtjahr fällt wie erwartet düster aus.
Die Aktie stieg nach der Ankündigung dennoch. Der Markt habe mit dem mauen Quartalsergebnis gerechnet, hiess es an der Börse. Ausserdem seien die Verkaufszahlen ganz in Ordnung. Doch Analysten bezweifeln, dass der Handyhersteller mit diesem Kurs weiter gut fährt.
AUSBLICK FÜR HANDYGESCHÄFT DÜSTER
Die Gewinnmarge im Handygeschäft vor Sonderposten soll nun nur noch bei 10 bis 11 Prozent liegen. Erst Mitte Juni hatte Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo angekündigt, dass die ursprünglichen Ziele nicht gehalten werden können. Insbesondere der harte Wettbewerb bei den teureren Smartphones macht den Finnen zu schaffen. Der schwache Euro trieb Vertriebs- und Produktionskosten in die Höhe. Im zweiten Quartal war die Gewinnmarge im Handygeschäft vor Sonderposten auf 9,5% gesunken. Im dritten Quartal könnte sie noch weiter fallen. Nokia rechnet mit einer Marge von sieben bis zehn Prozent. Das Handygeschäft soll von Juli bis September zwischen 6,7 und 7,2 Mrd EUR Umsatz bringen. Im zweiten Quartal waren es 6,8 Mrd EUR.
Der weltweite Marktanteil von Nokia im gesamten Handygeschäft sank trotz eines auf 111,1 Mio Stück gestiegenen Absatzes auf 33 Prozent. Weltweit sehen die Finnen den Handyabsatz in diesem Jahr um zehn Prozent steigen, doch der eigene Marktanteil soll stabil bleiben, bei Smartphones sogar unter dem Vorjahreswert liegen. Nokia gilt immer noch als Massenanbieter und brachte zuletzt wieder vermehrt günstigere Modelle auf den Markt. Nach Meinung von Gartner-Analyst Nick Jones haben sich die Finnen auf diese Weise Marktanteile gekauft. Der Erfolg vor allem bei den teureren Smartphones, die höhere Margen abwerfen, bleibt allerdings nach wie vor aus.
WENIGER VERDIENT
Nokia verdiente im Gegensatz zu Sony Ericsson mit 61 Euro weniger am einzelnen verkauften Gerät als im Vorjahr und im ersten Quartal. Der kleinere Konkurrent Sony Ericsson hatte seinen Average Selling Preis (ASP) zuletzt steigern können, indem mehr teure Smartphones verkauft wurden. Auch Nokia verkaufte mit 24 Mio mehr seiner "converged devices", der Begriff schliesst sowohl Smartphones als auch mobile Computer ein. Den Marktanteil konnte Nokia damit aber nicht steigern, denn weltweit boomt der Smartphone-Markt und auch die anderen Hersteller verkaufen mehr.
Inzwischen wird in den Medien laut über einen mögliche Nachfolge für Nokia-Chef Kallasvuo nachgedacht. Offiziell äussert sich das Unternehmen zu den Spekulationen jedoch nicht. Gartner-Analyst Nick Jones meinte dazu, "Wer immer es sein wird, es wird eine echte Herausforderung, Nokia wieder in die Führungsposition zu bringen."
GEWINN SINKT
Insgesamt steigerte Nokia seinen Umsatz im zweiten Quartal leicht um ein Prozent auf 10,0 Milliarden Euro. Der operative Gewinn brach jedoch um ein Drittel ein. Unterm Strich verdiente Nokia 227 Mio EUR nach 380 Mio EUR im Vorjahr.
Die Nokia-Tochter Navteq konnte Umsatz und operativen Gewinn kräftig steigern. Der Anbieter von digitalem Kartenmaterial will künftig mit der Vermarktung von Handywerbung mehr verdienen. Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) verbuchte hingegen ein Umsatzminus und blieb operativ in den roten Zahlen. Laut "Wall Street Journal" denken Nokia und Siemens über einen Ausstieg aus dem 2007 gegründeten Joint Venture nach. Der Vertrag läuft aber noch bis 2013./ang/stb/wiz

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