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HEIDELBERG (awp international) - Der angeschlagene Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck hat im ersten Quartal 2010/11 seine Verluste verringert. Neben positiven Währungseffekten halfen vor allem die Sparanstrengungen samt Stellenabbau dabei die roten Zahlen einzugrenzen. "Die Markterholung hat sich im ersten Quartal fortgesetzt und den Aufwärtstrend bei Auftragseingang und Umsatz unterstützt", sagte Vorstandschef Bernhard Schreier am Dienstag mit Blick auf die Zeit zwischen April und Juni. "Zusammen mit den erreichten Kostensenkungsmassnahmen haben wir daher den operativen Verlust deutlich reduziert."
Die Aktie verlor am Mittag knapp ein halbes Prozent und hielt sich damit etwas besser als der MDax . DZ-Bank-Analyst Jasko Terzic monierte, dass der Vorstand trotz der guten Auftragseingangszahlen die Jahresprognose nur bestätigt habe.
Der operative Verlust ohne Sonderkosten lag im ersten Quartal bei minus 35 Millionen Euro nach einem Verlust von 63 Millionen Euro vor einem Jahr. Unter dem Strich stand noch ein Fehlbetrag von 52 Millionen Euro nach minus 69 Millionen Euro im Vorjahr. Die Jahresprognose bestätigte Schreier. Demnach dürften die Umsätze moderat steigen. Bei stabiler Konjunkturentwicklung soll das operative Ergebnis ausgeglichen sein. Unter dem Strich rechnet das Unternehmen allerdings auch im laufenden Jahr mit einem Verlust. Hier fordern die Zinsen für die laufenden Kredite ihren Tribut.
Erst kürzlich hatte Heideldruck grünes Licht von seinen Aktionären für eine geplante 420 Millionen Euro schwere Kapitalerhöhung bekommen. Ein wichtiger Schritt, damit das mit staatlichen Bürgschaften gestützte Unternehmen seine Verschuldung und damit die Zinskosten verringern kann. Bis Ende Januar 2011 soll die Kapitalerhöhung geschafft sein.
Im abgelaufenen Quartal konnte Heideldruck in allen Regionen mehr Aufträge einsammeln. Besonders gut lief es in Asien, dort vor allem in China und in Südamerika, wo Brasilien hervorstach. Aber auch im Heimatmarkt spürt Heidelberg eine steigende Investitionsbereitschaft. Eher schleppend verläuft es hingegen weiterhin in Nordamerika. Im klassischen Geschäft mit Druckmaschinen kamen währungsbereinigt 57 Prozent mehr Aufträge herein. Operativ steckt das Geschäft trotz der Einsparungen aber weiter in der Verlustzone. Das weniger schwankungsanfällige Geschäft mit Service, zu dem auch Verbrauchsmaterialien wie Farbe oder Ersatzteile gehören, wuchs bei allen Kennziffern, wenn auch nicht so dynamisch.
Der Auftragseingang stieg im ersten Geschäftsquartal insgesamt um 43 Prozent auf 768 Millionen Euro. Der Auftragsbestand markierte mit 810 Millionen Euro den höchsten Wert seit eineinhalb Jahren. Der Umsatz lag mit 563 Millionen Euro um 9,5 Prozent über dem Vorjahr. Die beiden Kennzahlen hatte Heidelberger bereits im Juli veröffentlicht.
Dem Unternehmen hatte die weltweite Rezession massiv zu schaffen gemacht, Aufträge und Umsatz brachen ein. Seine Finanzierung sicherte sich Heidelberger Druck mit Bankkrediten sowie öffentlichen Bürgschaften und verordnete sich einen strikten Sparkurs und verteilte seine Geschäfte auf drei neue Sparten. Die Zahl der Stellen sank weltweit um rund 4.000 auf etwa 16.500 bis Ende des Geschäftsjahres 2009/10. Weitere 500 Arbeitsplätze sollen bis Ende Oktober abgebaut werden./stb/she/tw

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