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(Ergänzt um weitere Details zum Geschäftsgang und den Regionen)
Jona (awp) - Der Zementhersteller Holcim hat in den ersten drei Monaten des laufenden Jahrs wegen gestiegener Preise für Energie und Rohmaterial sowie wegen des starken Frankens weniger umgesetzt und weniger verdient. Der Jahresauftakt wurde in den reifen Märkten vielerorts von verschobenen Infrastrukturprojekten negativ beeinflusst. In Europa sorgte der milde Winter jedoch für einen gewissen Ausgleich. In den aufstrebenden Märkten Asiens und Lateinamerikas legte dagegen die Baustoffnachfrage weiter zu.
Der Nettoverkaufsertrag sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,8% auf 4,66 Mrd CHF. Die Verkaufsvolumen waren zwar in allen Segmenten höher, und in einer Reihe von Märkten konnten die Preise angepasst werden, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Allerdings habe dies nicht gereicht, um die überdurchschnittlichen Kostensteigerungen bei Rohmaterialien und Energieträgern, wie Kohle und Petrolkoks, sowie in der Distribution voll aufzufangen.
Der betriebliche EBITDA reduzierte sich um 17% auf 753 Mio CHF. Dies führte zu einer entsprechenden Marge von 16,2% nach 19,2% im Vorjahreszeitraum. Der betriebliche EBITDA verbesserte sich in der Konzernregion Nordamerika. Auch in Europa nahm er zu, wenn die aufgeschobenen Verkäufe von CO2-Emissionszertifikaten ausgeklammert werden, die im ersten Quartal 2010 rund 65 Mio CHF ausmachten. Auf vergleichbarer Basis ist die Kennziffer zudem in Asien, Ozeanien gestiegen.
Auf Stufe Betriebsgewinn weist Holcim einen Rückgang von knapp 25% auf 347 Mio CHF aus. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn nach Minderheiten von 10 Mio CHF nach einem Verlust von 68 Mio CHF im Vorjahreszeitraum. Damals war das Reinergebnis wegen einer Steuerbelastung von 182 Mio CHF im Zusammenhang mit der Bereinigung der Beteiligungsstruktur in Nordamerika ins Minus gerutscht. Zudem wurden 2011 noch keine CO2-Emissionszertifikate verkauft.
In der Konzernregion Europa begünstigte der milde Winter die Bautätigkeit im ersten Quartal. Die Baustoffnachfrage zog denn auch in fast allen Märkten an. Die Belebung fand vorwiegend im privaten Sektor statt; der öffentliche Bau litt weiterhin unter Budgetrestriktionen.
In den USA stiegen die Bautätigkeit und der Zementverbrauch. Allerdings gab es zwischen den einzelnen Marktregionen erhebliche Schwankungen. Verschiedene Impulsprogramme setzten vor allem im Strassenbau Akzente. In Kanada blieben die Märkte insgesamt stabil.
Die Baumärkte in Lateinamerika hielten sich insgesamt gut. In Mexiko und Zentralamerika gab es nach der Wirtschaftskrise erstmals Anzeichen einer positiven Nachfrageentwicklung. Brasilien profitierte weiter von einer soliden Binnenkonjunktur. In Ecuador, Argentinien und Chile stützten Infrastrukturprojekte den Baustoffbedarf.
In Afrika und dem Nahen Osten veränderte sich die Baustoffnachfrage nicht grundlegend. Infrastrukturprojekte und Privatbauten stützten die Nachfrage in Marokko. Im Libanon liess die Wachstumsdynamik dagegen etwas nach.
Die asiatischen Märkte wuchsen weiter. In Indien wurden wieder mehr Baustoffe für Infrastruktur- und Wohnbauten nachgefragt. In Australien und Neuseeland beeinträchtigten die Auswirkungen der Überschwemmungen sowie des Erdbebens den Baustoffversand.
Holcim geht davon aus, dass sich die Bauwirtschaft in den reifen Märkten erholen und das Wachstum in den aufstrebenden Märkten anhalten wird. Die Konzernleitung ist überzeugt, der Konzern werde am weiteren Wachstum in den aufstrebenden Märkten erfolgreich teilhaben und in Europa und Nordamerika dank der schlanken Kostenstruktur von einer weiteren Konjunkturerholung überdurchschnittlich profitieren.
ps/cf

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