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(Ergänzt um Aussagen aus der Pressekonferenz)
Zürich (awp) - Die HSBC Private Bank (Suisse) musste im ersten Semester 2010 im Vergleich mit der Vorjahresperiode einen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen ist dies auf das herrschende Niedrigzinsumfeld, das seine negativen Spuren im Zinsengeschäft hinterliess. Im Kerngeschäft vermochte das Institut die Erträge hingegen zu steigern und auch die verwalteten Vermögen legten zu. Dies, zusammen mit dem verzeichneten Neugeldzufluss - im Vorjahr hatten Kunden Gelder abgezogen -, stimmen das Management zuversichtlich für die Zukunft.
Nachdem bei der Bank gestohlen Kundendaten an die französische Regierung ausgeliefert worden waren, habe wohl niemand geglaubt, dass die HSBC Private Bank (Suisse) im laufenden Jahr wieder einen Neugeldzufluss verzeichnen würde, sagte Alexander Zeller, CEO & Country Head Switzerland, anlässlich eines Pressegesprächs. Das Institut habe, nachdem der Datendiebstahl bekannt worden war, sofort das Gespräch mit rund 15'000 Kontoinhabern aufgenommen, die potenziell von diesem Vorfall betroffen sein könnten. Das habe offenbar Vertrauen geschaffen, so Zeller weiter.
Die Verarbeitung der Affäre bezeichnete Zeller als Marathonlauf für die Bank. Er sei aber überzeugt, dass sich das Institut nun in der zweiten Hälfte des Laufes befinde. Gegen die Bank würden keine Klagen von Kunden geführt.
Der verzeichnete Zufluss von neuen Kundengeldern sowie die Kompetenz der HSBC im Gebiet der Emerging Markets liessen ihn vertrauensvoll in die zweite Hälfte blicken: "Wir sind gut in Form", sagte Zeller weiter.
Im ersten Semester 2010 verzeichnete die HSBC Private Bank einen Zufluss im Umfang von netto 4,9 Mrd CHF. Im Vorjahr musste sie noch einen Abgang von Kundengeldern von 4,1 Mrd CHF hinnehmen. Neue Gelder flossen der Gruppe in Asien (2,7 Mrd), Lateinamerika (1,0 Mrd) und dem Nahmen Osten/Nordafrika (0,4 Mrd) zu. Der verstärkte Fremdkapitaleinsatz der Kunden schlug in der Nettoneugeldbetrachtung mit plus 1,7 Mrd CHF zu Buche. Demgegenüber verzeichnete sie in Europa/Israel einen Abfluss von 0,6 Mrd CHF und die Rücknahme von Funds-of-Hedge-Funds führte zu einem Abgang von 0,3 Mrd CHF. Die verwalteten Vermögen nahmen im Berichtszeitraum um 3% auf 195 Mrd CHF zu.
Die Kunden der Bank zeigten sich gemäss Zeller insbesondere im erst Quartal aggressiv und nutzten Marktchancen. Dies schlug sich positiv im Kommissions- und Handelsgeschäft nieder, deren Nettoeinkommen sich um 5% auf 364 Mio CHF respektive um 52% auf 155 Mio CHF erhöhten. Dagegen litt das Zinsengeschäft unter den tiefen Zinsen und verbuchte einen Einkommensrückgang um 28% auf 344 Mio CHF.
Daraus resultierte ein um 11% tieferer Operativer Gewinn von 864 Mio CHF. Dem standen Kosten gegenüber, die sich um 6% auf 470 Mio CHF verringerten. Die Cost-Income Ratio betrug somit 56% nach 53% Vorjahr.
Der Gewinn vor Steuern und ausserordentlichen Posten sank um 17% auf 376 Mio CHF und der Reingewinn um 26% auf 304 Mio CHF. Dabei gilt allerdings zu berücksichtigen, dass im Vorjahresgewinn ausserordentliche einmalige Erträge aus dem Verkauf von Geschäftsräumen und der Freigabe von Bewertungsrückstellungen gegenüber einem Obligationen-Portfolio enthalten waren.
Die HSCB Private Bank verfügte per Ende Juni über ein Eigenkapital von über 4,0 Mrd CHF (-2%) und eine Bilanzsumme von 75,4 Mrd CHF (-1%). Die Kernkapitalquote Tier 1 liege mit 16,2% weiter über den Mindestanforderungen..
sig/ps

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