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(Ergänzt um weitere Details zum Geschäftsverlauf)
Herisau (awp) - Die Huber+Suhner AG hat im Geschäftsjahr 2010 den operativen Gewinn beinahe verdoppelt und auch den Reingewinn kräftig gesteigert. Das Unternehmen spricht deshalb vom erfolgreichsten Jahr der Geschichte und erhöht einerseits die Dividende gegenüber dem Vorjahr markant, andererseits wird auch die Ausschüttungsquote angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Huber+Suhner zuversichtlich.
Der EBIT wurde um gut 91% auf 101,8 (VJ 53,2) Mio CHF und die EBIT-Marge auf 12,7 (8,4)% markant gesteigert. Der Reingewinn legte um 63,4% auf 79,0 (48,4) Mio CHF zu. Die Dividende soll auf 1,50 CHF angehoben werden, nachdem im Vorjahr noch 0,80 CHF ausbezahlt wurden. Gleichzeitig gibt das Unternehmen eine Änderung der Ausschüttungspolitik bekannt. Neu sollen 30 bis 40% des Konzerngewinns an die Aktionäre ausbezahlt werden, bisher lag die Zielgrösse bei 30%.
Mit dem Ergebnis hat Huber+Suhner die Erwartungen der Analysten recht genau getroffen. Der AWP-Konsens für den EBIT lag bei 100,9 Mio und für den Reingewinn bei 79,1 Mio CHF.
Bereits im Januar hatte Huber+Suhner den Umsatz bekanntgegeben. Er stieg um 26,7% auf 799,5 (VJ 631,1) Mio CHF. Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 30,2% auf 846,5 (650,2) Mio CHF.
Das Geschäftsjahr sei das bisher erfolgreichste der Firmengeschichte, schreibt Huber+Suhner. Der Erfolg sei auf allen drei Dimensionen der Strategie breit abgestützt. Alle drei Geschäftsbereiche, Hochfrequenz, Fiberoptik und Niederfrequenz hätten deutlich höhere Umsätze und zweistellige EBIT-Margen erzielt.
Von den drei Hauptmärkten sei der Bereich Industrie mit einem Umsatzanteil von 39% erstmals der grösste. Das Umsatzplus dieses Marktes von 45,7% sei entscheidend vom Marktsegment Solar gestützt worden, welche sich umsatzmässig praktisch verdoppelt habe.
Der Hauptmarkt Transport wuchs mit einem Plus von 30,8% ebenfalls kräftig und erreichte einen Umsatzanteil von 29%. Bahnen und Automobil hätten gleichermassen zum Anstieg beigetragen. Der Hauptmarkt Kommunikation zeigte mit einem Plus von 6,4% das geringste Wachstum. Während die Anwendung Fiber-to-the-home (FTTH) ein zweistelliges Wachstum auswies, stagnierte der Mobilfunkbereich.
Für 2011 erwartet das Unternehmen ein gegenüber 2010 verlangsamtes organisches Wachstum der fortgeführten Geschäfte in Lokalwährung. Es dürfte gemäss den Prognosen im einstelligen Prozentbereich ausfallen. Durch den Verkauf des FAKRA-Hochfrequenzverbinder- Geschäftes fallen 11,8 Mio CHF an Umsatz weg. Ungünstig auf das Ergebnis würde sich zudem eine anhaltende Stärke des Schweizer Frankens auswirken. Blieben die Wechselkurse auf dem Stand von Ende 2010 würde dies den Umsatz in Schweizer Franken um etwa 6% reduzieren und sich dämpfend auf die Margen auswirken.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe man zudem von tieferen Kosten profitiert, welche erfahrungsgemäss in Phasen raschen Wachstums mit der Umsatzentwicklung nicht schritthalten würden. 2011 dürften sich die Kosten aber an das Umsatzvolumen anpassen.
Trotzdem sei man für das Geschäftsjahr insgesamt zuversichtlich und rechne deshalb mit einer EBIT-Marge im Bereich des Zielbandes von 9 bis 12%. Ausserdem sei mit einem Einmalgewinn von rund 15 Mio CHF aus dem Verkauf eines nicht mehr benötigten Arealteils am Standort Pfäffikon zu rechnen.
Huber+Suhner rechnet damit, dass die Bedeutung des stromgetriebenen Personenverkehrs, also die Bahnen und die Hybrid- und Elektrofahrzeuge, weiter zunehmen wird. Auch der Anteil der erneuerbaren Energien Sonne und Wind werde weiter steigen. Der Markt für Fiberoptik- und Hochfrequenzprodukte werde zudem vom raschen Ausbau der Glasfasernetze sowie vom Umbau der Mobilfunknetze für einen noch schnelleren Datentransport beflügelt. Potential ergebe sich weiter in kleineren High-Tech-Nischen wie digitale Mess- und Prüftechnik, Raumfahrt- und Wehrtechnik sowie Medizinaltechnik.
cf/ps

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