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Steinach (awp/sda) - Der Nahrungsmittel-Hersteller Hügli hat im vergangenen Geschäftsjahr 2010 Betriebs- und Reingewinn trotz Frankenstärke gesteigert. Auf Umsatzebene war das Ergebnis deswegen aber rückläufig, und im ersten Quartal dieses Jahres war der Effekt besonders gross. Die Dividende soll trotzdem erhöht werden, und an den langfristigen strategischen Zielsetzungen hält der Konzern fest.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT stieg letztes Jahr um 7,1% auf 37,8 Mio CHF, der Konzerngewinn gar um 18% auf 27,4 Mio. Der Umsatz 2010 sank um 4,7% auf 372,2 Mio CHF, legte in Lokalwährungen aber um 3,2% zu. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 11. Mai eine Erhöhung der Brutto-Dividende um 15% auf 15,50 CHF.
PRODUKTMIX UND EFFIZIENZ GESTEIGERT
2010 sei ein Jahr der Konsolidierung gewesen, sagte der seit Anfang dieses Jahres amtierende Hügli-Chef Thomas Bodenmann am Donnerstag vor den Medien in Zürich. Die auf Suppen- und Saucen-Trockenmischungen spezialisierte Gruppe habe den Produktmix verbessert und die Effizienz gesteigert. So setzte Hügli etwa neue Maschinen zur Herstellung von Brühwürfeln ein, die 200% mehr Ausstoss liefern als noch im Jahr 2008, gleichzeitig ist nur noch die Hälfte des Personals nötig. Gesamthaft sank die Zahl der Vollzeitstellen um 52 auf 1377.
Die EBIT-Marge fiel mit 10,2% gar erstmals zweistellig aus. Absolut und relativ betrachtet seien dies Bestresultate, so Hügli. Im Wesentlichen aufgrund eines einmaligen Gewinns aus dem Verkauf einer Produktlinie sowie tieferen Zinsaufwendungen erhöhte sich der Gewinn überproportional.
Ins neue Jahr ist Hügli allerdings harzig gestartet. Die Umsatzentwicklung im erste Quartal nannte Bodenmann "auf den ersten Blick eine Katastrophe". Das Minus lag bei 16,9 Mio auf noch 90,9 Mio CHF bzw. -15,6%. Vieles lasse sich aber erklären. So lag der Währungseffekt aus dem starken Franken bei über 9%, Devestitionen machten über 4% aus. Allerdings war auch das organische Wachstum mit -2,6% rückläufig. Dies sei allerdings etwas zu relativieren, sei das das erste Quartal 2010 mit einem Plus von 9,5% doch ein "Monsterquartal" gewesen, das man nicht mehr erreichen werde.
Trotzdem zeigt sich Hügli für den weiteren Verlauf "verhalten optimistisch" und erwartet für das Gesamtjahr 2011 eine organische Umsatzsteigerung von 3-5%. Diese dürfte jedoch durch die weiter belastenden Wechselkurse sowie den verbleibenden Devestitionseffekt mehr als eliminiert werden, hiess es, so dass mit einem leicht tieferen Umsatz von ca. 360 Mio CHF zu rechnen sei.
EBIT IM RAHMEN VORJAHR, GEWINN DARUNTER ERWARTET
Aufgrund der gestiegenen Preise für Agrarrohstoffe erwartet Hügli zudem höhere Materialaufwendungen und entsprechend einen EBIT im Rahmen des Vorjahres. Preiserhöhungen versucht der Konzern derzeit auf die Kunden zu überwälzen. Der Konzerngewinn werde durch den Wegfall des (einmaligen) Gewinns aus dem Verkauf einer Produktlinie aber tiefer ausfallen, hiess es.
Für die späteren Jahre gibt sich der Konzern jedoch "durchaus zuversichtlich", die strategischen Zielsetzungen (organisches Umsatzwachstum von über 5%, überproportional steigender Ertrag) zu erreichen. Hügli will nach der jüngsten Konsolidierungsphase nun wieder vermehrt wachsen. "Nach zwei Jahren der Konsolidierung und Rentabilisierung wollen wir wieder einen stärkeren Fokus auf Wachstum legen", sagte Konzernchef Bodenmann. Neben dem organischen Wachstum im angestrebten Bereich von über 5% könnten auch wieder Akquisitionen zur Umsatzentwicklung beitragen. Als Schwerpunkte für das laufende und kommende Jahr gelten bei Hügli auch Kosten- und Prozessoptimierung.
Die Hügli-Aktie hat nur wenig auf die News reagiert und notiert am Nachmittag 0,3% tiefer bei 715,00 CHF, allerdings bei minimalsten Umsätzen. Hügli habe zwar ein solides Jahresergebnis 2010 ausgewiesen, sei aber recht langsam ins neue Jahr gestartet, sagte ein Analyst dazu.
uh/cc/ra

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