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(durchgehend ergänzt um weitere Informationen zu Segmenten und Regionen)
Steinach (awp) - Hügli hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2010 den Umsatz und Gewinn gesteigert. Allerdings haben die tieferen Wechselkurse das Ergebnis negativ beeinflusst. Trotz ungünstiger Wechselkurse bleibt das Unternehmen im Ausblick zuversichtlich und rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem organischem Umsatzwachstum von 5%.
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 1,6% auf 196,0, in Lokalwährungen (LW) betrug das Umsatzplus 4,6%, teilt der Nahrungsmittelhersteller am Freitag mit. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 37,1% auf 15,4 Mio CHF, unter Berücksichtigung des ausserordentlichen Gewinns vor Steuern von 2,1 Mio CHF. Der EBIT wurde gegenüber dem Vorjahr um 21,5% auf 20,8 Mio CHF gesteigert.
Mit den Zahlen hat Hügli die Erwartungen der Analysten auf Gewinnstufe übertroffen. Die Banken Vontobel und ZKB hatten mit einem Umsatz von 196,0 bzw. 199,3 Mio CHF gerechnet, mit einem EBIT von 19,3 bzw. 19,0 Mio CHF und einem Reingewinn von 14,5 bzw. 13,6 Mio CHF.
Die Steigerung auf operativer Ebene sei vor allem auf einen verbesserten Produktemix sowie auf eine gute Kostendisziplin zurückzuführen, so die Meldung. Die Bilanz sei weiterhin sehr solide. Per Stichtag ergab sich aber eine um 9% tiefere Bewertung der Bilanzpositionen, durch den Währungseinfluss von 11,1 Mio CHF sank das nominelle Eigenkapital auf 104,5 (105,8) Mio CHF. Die Eigenkapitalquote stieg auf 44,5% gegenüber 42,3% per Ende 2009 und die Verschuldung nahm um 15,4 Mio auf 63,1 Mio CHF per Ende Juni ab.
Im wichtigsten Segment Deutschland betrug das Umsatzplus in LW 5,3%. Der EBIT stieg überproportional um 25,3% auf 14,4 Mio CHF. Die Investitionen in die Produktionsinfrastruktur betrugen 5,1 Mio CHF, gegenüber 2,1 Mio CHF im Vorjahreszeitraum.
Im Segment Schweiz und übriges Westeuropa konnte der Umsatz mit einem Minus von 0,1% in LW gegenüber dem Vorjahr knapp gehalten werden. Dabei sei die Leistung von Hügli Schweiz als gut einzuschätzen, während Hügli UK einen Umsatz- und Ertragsrückgang hinnehmen musste. Im Segment Osteuropa wurde mit +14,1% ein hohes organisches Wachstum erzielt. Der Verkauf einer Produktionslinie in Tschechien habe sich noch nicht negativ auf die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr ausgewirkt, heisst es.
Der Umsatzanstieg sei in allen Kundensegmenten erfolgt. Organisch stieg der Umsatz in der Division "Food Service" um 2,4%, bei "Private Label" um 11,7%, in der Division "Industrial" Foods um 4,9% und bei "Health and Natural Food" um 0,6%.
Für das Gesamtjahr geht Hügli weiterhin von einem organischem Umsatzwachstum von 5% aus. Nach negativen Währungseffekten und Devestition rechnet Hügli mit einem ausgewiesenen Umsatz von 380 (VJ 390) Mio CHF, was einem Rückgang um 3% gegenüber 2009 entspricht. Im Juni hatte Hügli noch einen Umsatz auf Vorjahreshöhe erwartet.
Die Bruttomarge wird aufgrund von steigenden Rohstoffpreisen im zweiten Semester tiefer erwartet. Der EBIT werde damit im Gesamtjahr rund 39 Mio CHF betragen, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 10% entspricht. Zusammen mit dem ausserordentlichen Ertrag ergebe dies eine erwartete Gewinnsteigerung von "gegen 20%".
Hügli bekräftigt die strategische Zielsetzung, langfristig ein solides organisches Umsatzwachstum von über 5% bei überproportional steigenden Erträgen zu erwirtschaften. Auch würden laufend Marktopportunitäten geprüft, mit dem Ziel, die Rentabilität der Infrastruktur zu erhöhen.
an/ch

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