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METZINGEN (awp international) - Dem Modekonzern Hugo Boss hat die Lust der Chinesen und Amerikaner auf Luxus ein Rekordjahr beschert. Darüber hinaus zahlt es sich für den Konzern aus Metzingen aus, dass er den Vertrieb seiner Produkte selbst in die Hand nimmt, wodurch der eigene Einzelhandel ein immer grösserer Wachstumstreiber wird. Die vollen Auftragsbücher veranlassen die Schwaben zudem zu der Hoffnung, dass die Gewinnsträhne so schnell nicht abreisst. 2011 soll sich das Umsatzwachstum beschleunigen. Das operative Ergebnis soll noch deutlicher wachsen als der Umsatz. Die Hugo-Boss-Aktie legte in einem insgesamt unveränderten MDax am Vormittag um 1,67 Prozent auf 54,09 Euro zu.
Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen um 11 Prozent auf 1,729 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag überraschend mitteilte. Damit wurde die bislang gültige Bestmarke aus dem Jahr 2008 übertroffen. 2009 hatte die Wirtschaftskrise den Konsum von Luxus- und Premiumgütern gedämpft.
KONZERNGEWINN STEIGT
Der Konzerngewinn schnellte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 82 Prozent auf 189 Millionen Euro. Der als operatives Ergebnis deklarierte Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten erhöhte sich um etwa ein Drittel auf 350 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern seine eigene im Oktober 2010 angehobene Prognose und überraschte die Märkte positiv. Händler und Analysten zeigten sich mit dem Zahlenwerk zufrieden und verwiesen darauf, dass Hugo Boss gerade im normalerweise für Modeunternehmen eher unbedeutenden vierten Quartal ausserordentlich starke Wachstumsraten vorgelegt habe.
Auch Unternehmenschef Claus-Dietrich Lahrs äusserte sich zufrieden: "2010 war für Hugo Boss das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte. Wir haben den Konzern konsequent auf profitables Wachstum ausgerichtet. Das wird auch das Geschäftsjahr 2011 zeigen." Die Experten der Berenberg Bank gehen davon aus, dass sich Hugo Boss vor allem in der ersten Jahreshälfte stark entwickeln wird. Grund sollten die schwachen Vergleichswerte aus dem Vorjahr sein, als der Konzern noch unter den zurückhaltenden Bestellungen der Grosshändler zu leiden hatte. Inzwischen sind die Orderbücher wieder gefüllt.
EIGENE LÄDEN
Um sich vom Grosshandel unabhängiger zu machen, baut Hugo Boss derzeit den lukrativen Handel mit eigenen Läden aus. Etwa 500 Geschäfte betreibt Hugo Boss bereits. Mittelfristig soll der eigene Einzelhandel die Hälfte zum Konzernumsatz beisteuern. Eine grosse Bedeutung kommt dabei den Schwellenländern zu, wo eine wachsende Mittelschicht sich auch gehobene Mode leisten kann. Gerade solche Länder will Hugo Boss über eigene Filialen erschliessen.
Den vollständigen Geschäftsbericht sowie eine konkretere Prognose für 2011 will Hugo Boss am 29. März vorlegen./she/ep/tw

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