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HANNOVER (awp international) - Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller MAN blickt angesichts kontinuierlich anziehender Bestellungen optimistischer aufs Gesamtjahr. "Wir werden in diesem Jahr 115.000 bis 120.000 Fahrzeuge verkaufen", sagte Finanzvorstand Frank Lutz am Dienstag am Rande der internationalen Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover. "Das gab es in der MAN-Geschichte noch nie", fügte Lutz hinzu.
Vom angepeilten Gesamtabsatz sollen mehr als 60.000 Fahrzeuge im brasilianischen Geschäft anfallen. Das europäische Geschäft mit der Marke MAN Nutzfahrzeuge soll mehr als 50.000 Lastwagen beisteuern. In Indien erwartet MAN in diesem Jahr einen Absatz von 3.000 Fahrzeugen. "Unsere Internationalisierungsstrategie geht im Moment voll auf", sagte Lutz. Bislang hatte MAN in diesem Jahr einen Absatz von mehr als 100.000 Lastwagen in Aussicht gestellt.
AUSBLICK ERSCHEINT ZU KONSERVATIV
Im vergangenen Jahr hatte sich der Absatz im europäischen Geschäft auf knapp 47.000 Lastwagen und Busse halbiert. Das erst 2009 von Volkswagen übernommene Brasiliengeschäft verkaufte knapp 36.000 Nutzfahrzeuge.
Für dieses Jahr erwartet Lutz einen Konzernumsatz von fast 15 Milliarden Euro. An dieser Marke hatte MAN schon 2008 gekratzt. Im vergangenen Jahr war der Umsatz aufgrund der Wirtschaftskrise um ein Fünftel auf gut 12 Milliarden Euro gefallen. Auch bei der Profitabilität will MAN in diesem Jahr wieder deutlich zulegen. Die bislang ausgegebe Zielmarke einer Umsatzrendite von sechs Prozent wird MAN nach Einschätzung von Lutz überspringen. Der Finanzvorstand versprach, bei der Bilanzvorlage zum dritten Quartal den Ausblick für das Gesamtjahr anzupassen. "Der zum Halbjahr gegebene Ausblick scheint jetzt zu konservativ." Auch im nächsten Jahr werde sich der positive Trend weiter fortsetzen, sagte Lutz.
Seit Ende des vergangenen Jahres lägen die Neubestellungen Monat für Monat über dem Umsatz, sagte MAN-Vorstandssprecher Georg Pachta-Reyhofen. "Die Kurve zeigt ganz klar nach oben, sowohl in Europa als auch ausserhalb Europas."/dct/wiz

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