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Zürich (awp) - Die aus den Bauunternehmen Zschokke und Batigroup hervorgegangene Implenia hat fünf Jahre nach der Verschmelzung ein Rekordergebnis erzielt. Der Bauriese erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 erstmals einen Gewinn von mehr als 50 Mio CHF und steigerte erneut den Umsatz. Alle drei Geschäftsbereiche trugen zu der höheren Gesamtleistung bei. Die Auftragsbücher für das laufende Jahr sind gefüllt und entsprechend gelassen gibt sich das Management trotz des verstärkten Engagements des österreichischen Konkurrenten Strabag in der Schweiz.
Drei Höhepunkte macht Verwaltungsratspräsident Anton Affentranger am Donnerstag bei der Bilanzmedienkonferenz innerhalb des Geschäftsjahrs 2010 aus. So sei beim Gotthard Basistunnel der Durchschlag erfolgt. "Implenia war bei drei von fünf Baulosen führende Firma", sagte Affentranger. Zudem erhielt Implenia mit Hanspeter Fässler einen neuen CEO und mit der Akquisition der Sulzer-Immobilien sei das Projektentwicklungsportefeuille deutlich gestärkt worden.
REKORDGEWINN ERZIELT
Im von Veränderungen geprägten Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Implenia eine um knapp 5% höhere Gesamtleistung von 2,38 Mrd CHF. Das operative Ergebnis legte um 15% auf 78 Mio CHF zu. Unter dem Strich stieg der Reingewinn um 12% auf 52,5 Mio. Nach diesem Ergebnis sollen die Aktionäre eine Dividende von 0,90 CHF je Aktie in Form einer Nennwertrückzahlung nach 0,70 CHF im Vorjahr erhalten.
Der Auftragsbestand per Ende Februar 2011 lag bei 3,19 Mrd CHF. "Die vollen Auftragsbücher, unser wichtigster Indikator, stimmen uns optimistisch", sagte der VR-Präsident. Den Auftragsbestand für 2012 bezeichnete Affentranger als solide.
Kleinprojekte statt Grossprojekte sind die Strategie des Bauunternehmens. "Die meisten Projekte haben eine Bausumme von weniger als 10 Mio CHF", so der VRP. Dies reduziere die Gefahr grosser Einzelrisiken. Rund die Hälfte der Aufträge stammen von der öffentlichen Hand. Der ehemalige Bundesrat Moritz Leuenberger, der Verwaltungsrat bei Implenia werden soll, ist denn auch keine Überraschung. "Leuenberger weiss, wie die öffentliche Hand tickt", sagte ein Implenia-Manager am Rande der Veranstaltung.
Neben Leuenberger soll auch der noch amtierende Holcim-Finanzchef Theophil Schlatter in den Verwaltungsrat gewählt werden. Schlatter wurde von Affentranger eine "ausgezeichnete Industriekompetenz" attestiert.
Das Umfeld für Implenia in der Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren aus Sicht von Affentranger kaum verändert. "Das Bauvolumen liegt seit 2001 zwischen 45 Mrd und 50 Mrd CHF und während der Wirtschaftskrise gab es keinen Knick." Umsatzsteigerungen seien denn auch nur über Zukäufe erreichbar, merkt er an. Die Antwort von Implenia sei, die Margen zu verbessern. "Dies ist uns erneut gelungen". Die EBIT-Marge wurde auf 3,3% von 3,0% gesteigert.
KEINE ANGST VOR STRABAG
Von der veränderten Konkurrenzsituation in der Schweiz will sich der Baukonzern nicht beeindrucken lassen. "Wir sehen der Bewegung am Markt gelassen entgegen", sagte Verwaltungsratspräsident Anton Affentranger zum verstärkten Engagement des Konkurrenten Strabag. Nach Einschätzung von Affentranger rückt das österreichische Unternehmen mit der jüngsten Übernahme von zwei Schweizer Bauunternehmen auf Position drei oder vier hierzulande vor. Strabag zähle nun zu den Konkurrenten von Implenia, so der VRP. "Wir werden wegen Strabag nun noch mehr sparen." Strabag fordere künftig Implenia heraus. "Das finden wir gut, da Strabag ein professioneller Konkurrent ist", sagte Affentranger.
Vor dem Hintergrund der stabilen Baukonjunktur und gestützt auf die vollen Auftragsbücher, welche in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres nochmals um 116 Mio gesteigert werden konnten, rechnet Implenia für 2011 mit einem positiven Geschäftsgang.
Die Implenia-Aktie verliert am Nachmittag 0,8% und tendiert damit etwas schlechter als der Gesamtmarkt (SPI), der um 0,27% nachgibt.
ps/dm

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