Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Basel (awp/sda) - Die Industriellen Werke Basel (IWB) haben sich im ersten Jahr nach der Verselbständigung gut behauptet: Bei einem Umsatz von 653,7 Mio CHF resultierte 2010 ein Reingewinn von 60,1 Mio CHF. Die Zahl der Vollzeitstellen stieg von 706 auf 731.
IWB-CEO Daniel Thiel sprach am Dienstag vor den Medien von einem "stolzen Ergebnis". Von diesem kann der Kanton Basel-Stadt, der auch nach der Ausgliederung Alleinbesitzer der IWB bleibt, mit einer Gewinnausschüttung von 22,4 Mio CHF profitieren. Insgesamt summieren sich die Leistungen der IWB an den Kanton auf 50 Mio CHF.
Im Zuge der Verselbständigung haben die IWB auf eine neue Rechnungslegung umgestellt, was den Vorjahresvergleich erschwert. 2009 hatten die IWB bei einem Umsatz von 636 Mio CHF einen Gewinn von 30,3 Mio CHF ausgewiesen. Die Leistungen an den Kanton waren auf 57,7 Mio CHF beziffert worden.
Der Energieabsatz der IWB stieg im vergangenen Jahr von 6,47 auf 7,04 Gigawattstunden (GWh) an. Während bei Fernwärme und Erdgas eine Zunahme registriert wurden, sank der Stromabsatz entgegen dem landesweiten Aufwärtstrend um 1,5% auf knapp 1,6 GWh. Der Wasserabsatz belief sich auf 27,3 Mio m3, gegenüber 26,8 Mio m3 im Vorjahr.
Mit einer Ausnahme trugen sämtliche Sparten zum Jahresgewinn bei. Von den 60,1 Mio CHF stammen allein 41,7 Mio CHF aus dem Verkauf von Strom, mit dem ein Umsatz von 216 Mio CHF erzielt wurde. In der an sich ausgeglichenen Telekom-Sparte wurde dagegen wegen einer Rückstellung für das neue Glasfasernetz ein Verlust von 33,6 Mio CHF verbucht.
Thiel präsentierte den Medien auch die vom Verwaltungsrat überarbeitete Strategie der IWB, bei der erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Zentrum stehen. Der neue Leistungsauftrag, der noch vor der Sommerpause vom Grossen Rat behandelt werden soll, sieht eine Erhöhung der ursprünglich für die Jahre 2011 bis 2014 geplanten Investitionen um 24% auf 814 Mio CHF vor.
Allein 220 Mio CHF davon wollen die IWB laut Thiel in Solar-, Wind- und Biomassekraftwerke investieren. Die erneuerbare Eigenproduktion soll so bis 2015 um 500 GWh auf 2000 GWh gesteigert werden. Damit würden die IWB mehr Strom mit erneuerbaren Energien herstellen als Basel verbraucht.
Beim Erdgas wollen die IWB die Investitionen herunterfahren: Auf die Erschliessung weiterer Gemeinden wird laut dem CEO verzichtet. Zusätzliche Mittel wollen die IWB dagegen in die Fernwärme stecken, die langfristig aus erneuerbarer Energie produziert werden soll. Heute ist dies nur zu 40% der Fall.
Der Verwaltungsrat habe die IWB-Strategie noch vor Fukushima geschärft, hielt Thiel fest. Seiner Einschätzung nach braucht die Schweiz zwar mehr Strom, allein schon durch Energieeffizienzmassnahmen könnte aber schon einiges erreicht werden.
Nicht eine Stromlücke, sondern eine Netzlücke ist aus Sicht des IWB-Chefs das Problem. Wichtig für die Schweiz sei, das sie ans neue europäische Stromversorgungsnetz angeschlossen wird.
cf

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???