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Bad Ragaz (awp) - Der Technologie-Konzern Inficon hat Umsatz und Gewinn im vierten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und auf Jahressicht neue Höchstwerte erreicht, nach dem Rezessionsjahr 2009. Die Aktionäre sollen eine höhere Ausschüttung erhalten und für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.
Im Geschäftsjahr 2010 stieg der Umsatz um 46% auf 265,4 Mio USD, der Betriebsgewinn (EBIT) vervielfachte sich auf 39,2 Mio USD und der Reingewinn sprang auf 27,1 Mio USD.
NEUE BESTMARKEN
Damit habe das Unternehmen die früheren Bestmarken aus dem Geschäftsjahr 2008 übertroffen, betonte CEO Lukas Winkler vor Journalisten und Analysten. Besonders deutlich hätten die Märkte für Spezifische Vakuumprozess-Industrien und die Kälte- und Klimatechnik in Asien zugelegt.
Entgegen des Wachstums in anderen Zielmärkten lag der Umsatz bei Notfallhilfe & Sicherheit 2010 auf Vorjahreshöhe. Der Bereich sei durch Grossaufträge der öffentlichen Hand geprägt und spät in die Rezession geraten, hiess es dazu.
Im vierten Quartal steigerte Inficon den Umsatz um 30% auf 76,3 Mio USD. Die Gesellschaft habe von positiven Währungseffekten und der von Agilent Technologies akquirierten Produktlinie profitiert, so der Firmenchef. Der EBIT erhöhte sich um 65% auf 13,4 Mio USD und der Reingewinn verdoppelte sich etwa auf 8,6 Mio USD.
HÖHERE AUSSCHÜTTUNG
Der Verwaltungsrat beantragt eine Ausschüttung von 10,00 (4,00) CHF je Aktie. Diese soll entweder aus der Gewinnrücklage oder aus Kapitaleinlage-Reserven erfolgen. Er sei vorsichtig optimistisch, dass die steuerfreie Variante möglich sei, erklärte Finanzchef Matthias Tröndle.
Das Unternehmen bleibt für die kommenden Monate optimistisch. Für 2011 erwartet Inficon einen Umsatz von 260 bis 300 Mio USD und einen Betriebsgewinn von 38 bis 50 Mio USD. Das untere Ende der Bandbreite würde einen leichten Umsatz- und Gewinnrückgang bedeuten. Dies liege an einer gewissen Unsicherheit in zyklischen Märkten, so das Management.
VISIBILITÄT VERBESSERT
Der Auftragsbestand sorgt jedoch für Zuversicht. Die Book-to-Bill-Ratio lag im vierten Quartal und im Geschäftsjahr 2010 über 1. Auch sei die Visibilität zur Zeit bei deutlich über zwei Monaten und damit etwa einen Monat höher als normalerweise, sagte der CEO.
Die Nachfrage nach Unterhaltungselektronik mit Bedarf an Speichermedien und Flachbildschirmen, das zunehmende Marktinteresse an LED-Leuchtmitteln und ansteigende Aktivitäten im Bereich Photovoltaik dürften sich für das Unternehmen positiv auswirken, hiess es. In Asien entwickle sich der Markt für Kälte- & Klimatechnik erfreulich, vorwiegend durch die wachsende Nachfrage in China und Indien.
Der Bereich Allgemeine Vakuumprozesse soll von der weiteren konjunkturellen Belebung profitieren und der Markt Notfallhilfe & Sicherheit von steigenden Umwelt- und Sicherheitsbedürfnissen sowie erneuerten und akquirierten Produkten.
ZUKÄUFE IM BLICK
Inficon ist weiter auf der Suche nach Zukäufen. "Wir sehen uns regelmässig kleinere Firmen an", sagte der Firmenchef. Akquisitionen müssten entweder durch die vorhandene Technologie oder die Marktpräsenz interessant sein. Auch dürften die Resultate nicht verwässert werden. Sollte alles stimmen, wäre auch eine grössere Transaktion denkbar.
Eher positive Effekte sieht Winkler mittelfristig durch einen steigenden Ölpreis, wie er erklärte. Eine solche Entwicklung führe zu höheren Investitionen in erneuerbare Energien sowie in neue Sondierverfahren in der Ölindustrie, was dem Unternehmen zugute komme.
Mit den Zahlen übertraf Inficon die Markterwartungen deutlich. Die Analysten honorierten auch den Ausblick. An der Börse machten die Aktien einen markanten Sprung nach oben. Am frühen Nachmittag stehen die Valoren in einem freundlichen Gesamtmarkt 8,2% höher bei 192,50 CHF.
cc/cf

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