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San Antonino (awp) - Auch beim Fördertechnik-Unternehmen Interroll hat die Rezession deutliche Spuren hinterlassen. Der Umsatz schrumpfte um einen Drittel und der Reingewinn brach um mehr als 80% ein. Suspendierte oder gestrichene Projekte werden als Ursache für die negative Entwicklung genannt. Mit neuen Produkten will das Unternehmen den Weg aus der Krise finden und sich vor allem in Asien verstärkt engagieren.
"Der weltweite Einbruch in der Fördetechnik um 45% ging an Interroll nicht vorbei", sagte CEO Paul Zumbühl am Freitag bei der Präsentation der Bilanz 2009. Der Umsatz des Tessiner Unternehmens ging im vergangenen Jahr um 34,4% auf 234,0 Mio CHF zurück. Ein Rückgang von nahezu 93% beim EBIT auf 3,1 Mio CHF und ein Schrumpfen des Reingewinns um rund 83% auf 5,7 Mio CHF waren die Folge. Die Aktionäre müssen wahrscheinlich den Gürtel dennoch nicht enger schnallen, da erneut eine Nennwertrückzahlung von 5,00 CHF je Aktie vorgeschlagen wird.
SPARTE KOMPONENTEN BESSER GEHALTEN ALS SUBSYSTEME
In der Sparte Komponenten reduzierte sich der Umsatz um 25,6%. Die geringeren Verkäufe hätten sich auf die bereits etablierten Märkten gleichmässig verteilt. In neuen Märkten wie Indien, Japan und Brasilien entwickelte sich der Umsatz hingegen positiv.
Im Krisenjahr seien die Fixkosten der Sparte gesenkt worden. Unangetastet blieben jedoch die Investitionen in strategische Projekte wie der Ausbau des Kompetenzzentrums für Förderrollen und RollerDrives am Standort Wermelskirchen in Deutschland.
Die stärker projektabhängige Sparte Subsysteme verzeichnete 2009 ein Umsatzminus von 40,3% auf 76,1 Mio CHF. Ausgesetzte oder gar gestoppte Projekte werden als Ursache für den Einbruch der Verkäufe genannt. Der Verlust auf Stufe EBIT betrug denn auch 4,3 Mio CHF, nach einem Gewinn von 14,6 Mio CHF im Vorjahr.
VERHALTENER AUSBLICK
Für die weitere Entwicklung gibt sich der Konzernchef zurückhaltend. "Die Krise ist noch nicht zu Ende und es ist zu früh, um Entwarnung zu geben", sagte Zumbühl. Eine leichte Erholung dürfte denn auch nicht vor dem zweiten Semester 2010 kommen, vermutet der Konzernchef. Eine Besserung sollte zunächst durch bislang aufgeschobene Produkte kommen. So habe es etwa bei Flughäfen einen Investitionsstopp gegeben.
Die Konkurrenz hinter sich lassen will Interroll vor allem mit neuen Produkten. "Mit der neuen Antriebstechnik haben wir einen Abstand zur Konkurrenz von vier Jahren", so Zumbühl. Noch nie habe das Unternehmen soviel in Innovationen investiert wie im vergangenen Jahr. Für Forschung und Entwicklung wurden 2009 rund 8,6 Mio CHF ausgegeben, 3,7% des Umsatzes. "Die Ausgaben werden noch steigen und wir werden dann einen Auftritt als Technologiekonzern haben", sagte Finanzchef Jürg Häusermann.
Allerdings muss sich Interroll gerade auf den asiatischen Märkten mit zunehmender Konkurrenz herumschlagen. "Die Kopisten spriessen dort aus dem Boden." Nur mit besseren Produkten könne sich Interroll gegen diese verteidigen.
IMPULSE AUS ASIEN ERWARTET
"An Indien und China kommen wir jedoch nicht herum, wenn wir Geschäfte machen wollen", meinte der CEO. In China müsse nun investiert werden, um mitzuhalten. "Hier werden einige Flughafenprojekte spruchreif. In Indien sei ein Auftrag der Post an Land gezogen worden und weiteres Potenzial sei ausgemacht. "Wir können bei steigender Nachfrage sehr schnell die Produktion hochfahren", sagte der CEO.
Am Aktienmarkt fanden die Titel bis zum Mittag keine Beachtung und wurden nicht gehandelt. Der Gesamtmarkt verliert unterdessen 0,51%. Die Zahlen fielen weitgehend wie erwartet aus.
ps/cf

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