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IPO/Joop will Schiesser an die Börse bringen

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 19:09 publiziert

RADOLFZELL/KARLSRUHE (awp international) - Der Modemacher Wolfgang Joop will beim insolventen Wäschehersteller Schiesser ("Feinripp") einsteigen und das Unternehmen an die Börse bringen. Dies teilte der Insolvenzverwalter Volker Grub am Montag mit. Entsprechende Verhandlungen mit Banken seien bereits geführt worden. Der Gläubigerausschuss soll Ende Juni entscheiden, wie es mit Schiesser weitergeht.
Neben der Möglichkeit einer Minderheitsbeteiligung von Joop gebe es auch weitere Optionen, sagte ein Sprecher. Es gebe auch Investoren, die die Traditionsfirma ganz übernehmen wollen. Joop war im Dezember mit zwei weiteren Investoren in die Endauswahl für eine Beteiligung oder Übernahme gekommen.
"Das Zusammengehen mit Wolfgang Joop ist eine der favorisierten Lösungen", teilte Grub mit. Joop will Schiesser bei Strategie, Marketing, Design und dem visuellen Auftritt beraten. Der Potsdamer Designer könne einen "wesentlichen Beitrag" leisten, um die Marke Schiesser attraktiver zu machen, sagte Grub weiter.
Der 1875 gegründete Produzent von Unter-, Nacht- und Sportwäsche Schiesser musste im Februar 2009 Insolvenz anmelden, weil ein Schuldenberg von rund 80 Millionen Euro aufgelaufen war. Drei Monate später wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Die finanzielle Schieflage war vor allem durch unrentable Lizenzfertigung für Marken wie Puma oder Tommy Hilfiger entstanden. Inzwischen ist Schiesser aus den meisten dieser Lizenzverträge ausgestiegen und hat seine Belegschaft verkleinert.
cat/DP/tw

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