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FRANKFURT (awp international) - Der Armaturen-Hersteller Joyou will mit dem bislang grössten Börsengang einer chinesischen Firma auf deutschem Parkett Geld für seine Expansion einsammeln. Mindestens 100 Millionen Euro wollen die Chinesen durch den Börsengang erlösen. Bereits ab dem 30. März will das Unternehmen im regulierten Markt der Frankfurter Börse gelistet sein, wie das Management am Montag mitteilte. Vom 23. bis zum 26. März läuft die Zeichnungsfrist. Am Dienstag soll die Preisspanne bekanntgegeben werden.
Mit dem eingesammelten Geld will die Joyou Gruppe weiter vorwiegend in China wachsen. In den vergangenen beiden Jahren vervierfachte das Unternehmen die Umsatzerlöse auf 172,3 Millionen Euro. Beim operativen Gewinn gelang den Chinesen ebenfalls eine Vervierfachung auf 39 Millionen Euro.
HAUPTGESCHÄFTSFELD BLEIBT DER CHINESISCHE MARKT
Die Erstemission (Inital Public Offering/IPO) könnte die bisher grösste eines chinesischen Unternehmens auf dem deutschen Kapitalmarkt werden. 2007 hatte ZhongDe Waste , Hersteller von Müllverbrennungsanlagen, bei seinem deutschen Börsengang einen Erlös von 109 Millionen Euro erzielt. Ebenfalls 2007 hatte die Asian Bamboo als zweitgrösstes chinesisches IPO 73 Millionen Euro eingenommen. Joyou plant die Platzierung von 7 Millionen neuen Aktien, aus einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) könnten weitere 1,05 Millionen Aktien hinzukommen.
Das Management sieht den Geschäftsschwerpunkt weiterhin in China. Das Unternehmen plant den Ausbau des gut 2.500 Läden umfassenden Vertriebsnetzes. Etwa 1.000 weitere Einzelhandelsgeschäfte will der Armaturenhersteller eröffnen, um seine Produkte zu verkaufen. Im Oktober 2009 hatte das Unternehmen eine Vertriebsvereinbarung mit dem deutschen Armaturenhersteller Grohe abgeschlossen. In diesem Jahr wolle das Unternehmen rund 500 zusätzliche Verkaufsstellen eröffnen, um die Qualitätsprodukte des deutschen Herstellers zu vertreiben.
ENTWICKLUNG VON MARKEN-KNOW-HOW
"Der Trend hin zur Verstädterung wird in China der Hauptwachstumstreiber des Geschäfts sein", sagte Jilin Cai, bei Joyou verantwortlich für das operative Geschäft. Mit der Vertriebsvereinbarung mit Grohe habe man sich strategisch gut positioniert. Insgesamt wachse in China der Markt für qualitativ hochwertige und mit höheren Margen versehene Produkte.
Der Grund, warum man das Geld für seine Expansion in Deutschland einsammle, sei im weltweit hervorragenden Ruf deutscher Qualitätsmarken zu suchen. "Die besten Marken weltweit kommen aus Deutschland", sagte der Vorstandsvorsitzende Jianshe Cai. Das Unternehmen wolle durch den Börsengang insbesondere vom in Deutschland vorhandenen Marken-Know-How profitieren./hosmen/stb/tw

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