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FRANKFURT/MAINTAL (awp international) - Das Geschäft mit Börsengängen kommt trotz der jüngsten Turbulenzen infolge des Erdbebens in Japan in Schwung. Mit dem hessischen Industrieausrüster Norma Group wagt sich nur wenige Wochen nach den deutlichen Verlusten nach der Japan-Krise ein Unternehmen auf das Frankfurter Parkett - und mit einem angepeilten Volumen von 430 Millionen Euro könnte es der grösste Börsengang seit einem Jahr werden. Die Altaktionäre wollen dabei Anteile von bis zu 280 Millionen Euro versilbern, wie Norma am späten Freitagabend in Maintal mitteilte. Dem Unternehmen selbst sollen etwa 150 Millionen Euro zufliessen. Die Erstnotiz ist für den 8. April geplant.
Sollte das Vorhaben gelingen, wäre dies in Deutschland der grösste Börsengang seit der Platzierung von Anteilen des Chemikalienhändlers Brenntag im März 2010. Das inzwischen im MDax notierte Unternehmen hatte damals beim Gang an die Börse 748 Millionen Euro eingesammelt. Experten gehen davon aus, dass in diesem Jahr noch einige Unternehmen- darunter dicke Brocken wie die derzeit noch zu Teilen zum Reisekonzern Tui gehörenden Reederei Hapag-Lloyd oder die Siemens-Tochter Osram - an die Börse gehen.
Vor den jüngsten Turbulenzen waren Anfang des Jahres unter anderem der Fahrradhersteller Derby Cycle und der Softwareproduzent RIB an die Börse gegangen. In den vergangenen beiden Wochen sorgten jedoch die Kursausschläge nach dem Erdbeben in Japan sowie die Libyen-Krise für Unsicherheit, so dass das Geschäft praktisch zum Erliegen kam. Inzwischen haben sich die Märkte wieder beruhigt und mit der Ankündigung von Norma könnte das Börsengang-Karussell jetzt wieder an Fahrt aufnehmen.
Bereits am Donnerstag hatte der chinesische Luxusgüterhersteller Powerland angekündigt, am 11. April an die Börse gehen zu wollen. Das Emissionsvolumen soll dabei bis zu 90 Millionen Euro betragen. Die Norma Group will bis zu knapp 19,8 Millonen Anteile für 19 bis 24 Euro das Stück anbieten. Inklusive der Gebühren für die Banken und anderne Ausgaben könnte sich das V olumen folglich auf fast 475 Millionen Euro belaufen. Investoren und Anleger können die Aktien ab dem 28. März zeichen. Die Zeichnungsfrist endet voraussichtlich am 7. April.
Norma stellt unter anderem Befestigungsschellen und Verbindungselemente her und vertriebt seine Produkte in mehr als 80 Ländern an rund 10.000 Kunden aus den verschiedensten Industrien. Entstanden ist die heutige Norma Group 2006, als die Beteiligungsgesellschaft 3i das Maintaler Familienunternehmen Rasmussen erwarb und mit dem schwedischen Konkurrenten ABA Group verschmolz. 3i will auch nach dem Börsengang bei Norma investiert bleiben - die Mehrheit der Anteile sollen jedoch danach an der Börse gehandelt werden.
Die rund 150 Millionen Euro Erlös, die direkt für das Unternehmen bestimmt sind, sollen für den Ausbau des Geschäfts genutzt werden. Dabei seien auch Zukäufe möglich. "Durch die Erlöse aus dem Börsengang soll unsere Kapitalstruktur optimiert werden. Mit einer verbesserten Bilanz wollen wir unser Wachstum weiter beschleunigen. Unser Ergebnis im Jahr 2010 bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Finanzvorstand Othmar Belker. Im vergangenen Jahr legte der Umsatz um 49 Prozent auf 490 Millionen Euro zu./zb

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