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BRASÍLIA (awp international) - Ein möglicher Nachfolger für den inhaftierten IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn muss nach Worten von Brasiliens Finanzminister Guido Mantega nicht zwingend ein Europäer sein. "Brasilien hat immer die Position vertreten, dass die Auswahl auf Verdienst beruht unabhängig von der Nationalität. Die Zeit ist längst vorbei, in der es auch nur entfernt hätte angemessen sein können, diesen wichtigen Posten für einen Europäer zu reservieren", schrieb Mantega am Donnerstag in einem Brief an seine Amtskollegen der Gruppe der 20 wichtigsten Schwellen- und Industrieländer (G20).
Zugleich pochte er auf eine Regelung der Frage im G20-Kreis. "Auch ist die Zeit vorbei, in der einige Entscheidungen von einer exklusiven Gruppe von Ländern wie der G7 getroffen werden konnten. Die G20 hat die G7 (Gruppe der sieben wichtigsten Industrieländer) schon als Hauptforum für internationale Wirtschaftskooperation ersetzt", hiess es in dem auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlichten Schreiben. Der Wunsch einiger europäischer Länder nach einer raschen Lösung ihrer Probleme sei zwar verständlich. Dennoch dürfe die Nachfolge für den Chefposten einer solch wichtigen Institution nicht hastig geregelt werden.
Mantega äusserte sich mit Verweis darauf, dass Strauss-Kahn zwar noch nicht zurückgetreten oder von seinem Posten enthoben worden sei. Allerdings hätten einige IWF-Mitgliedsländer bereits ihre Sicht über die Nachfolge zum Ausdruck gebracht. Deshalb wolle er seine Meinung mit den G20-Finanzministern teilen. "Die gegen ihn (Strauss-Kahn) erhobenen Anschuldigungen sind, wie Sie wissen, ernst. Aber wie jeder andere auch, hat Herr Strauss-Kahn das uneingeschränkte Recht auf Verteidigung, und alle Beschuldigungen müssen sorgfältig untersucht werden."/hr/DP/zb

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