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IWF-Kandidatin Lagarde droht weiter Ermittlungsverfahren

PARIS (awp international) - Die französische Finanzministerin Christine Lagarde kann nicht unbelastet in den Endspurt um die Nachfolge von Dominique Strauss-Kahn an der IWF-Spitze gehen. Der französische Gerichtshof der Republik teilte am Freitag mit, erst am 8. Juli über ein mögliches Ermittlungsverfahren gegen die 55-Jährige zu entscheiden. Dann soll der Chefposten des Internationalen Währungsfonds (IWF) bereits vergeben sein.
Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Lagarde des Amtsmissbrauchs, weil sie in einem Rechtsstreit mit dem ehemaligen französischen Minister und Geschäftsmann Bernard Tapie 2008 einem Schiedsurteil zustimmte, das diesem eine Abfindung in Höhe von 285 Millionen Euro einbrachte. Die ungewöhnliche hohe Entschädigung für den früheren Adidas-Chef im Streit über den damaligen Verkauf des deutschen Sportartikelherstellers schlug hohe Wellen. Nun könnte Lagarde wegen der Zustimmung ein Prozess wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder drohen. Lagarde hatte allerdings bereits im Mai erklärt, ihre Kandidatur auch im Falle von Ermittlungen gegen sie aufrechtzuerhalten.
Die Französin gilt als Favoritin im Kampf um den IWF-Chefposten. Nach einem ungeschriebenen Gesetz wird die Organisation von einem Europäer geführt, die Weltbank als Schwesterorganisation auf der gegenüberliegenden Strassenseite hingegen von einem Amerikaner. Bis zum 30. Juni soll die Entscheidung unter Dach und Fach sein. Das Ende der Bewerbungsfrist war auf diesen Freitag festgesetzt./aha/DP/jkr

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