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Zürich/Tokio (awp/sda) - Die Schweiz rät nach wie vor, den Nordosten Japans und den Grossraum Tokio zu verlassen. Indes folgen nur wenige Schweizerinnen und Schweizer in Japan dieser Aufforderung. Nur etwa die Hälfte der Plätze, die die Schweizer Botschaft in Tokio auf Flügen in die Schweiz reserviert hat, wurde belegt.
Dieses geringe Interesse erstaune, sagte der Schweizer Botschafter in Japan, Urs Bucher, im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Er halte aber "auf jeden Fall" an der Empfehlung zur Ausreise fest. Am Freitag seien 7 Personen ausgereist, am Samstag rund 20 und für Sonntag hätten 45 Personen gebucht, sagte Bucher der "Zentralschweiz am Sonntag".
"Solange sich die Situation in Fukushima nicht stabilisiert hat und man befürchten muss, dass es in der Region Tokio zu einer erhöhten Strahlenbelastung kommen könnte, raten wir zu Abreise", sagte Bucher. In einem Interview mit der "SonntagsZeitung" sagte der Botschafter, dass für Ausreisewillige Gratistickets für Flüge in die Schweiz zur Verfügung stünden.
Wie viele Schweizer sich noch im Grossraum Tokio aufhalten, konnte Bucher im Interview mit der "NZZ am Sonntag" nicht sagen. Viele seien in den Süden gefahren, einige seien womöglich in andere asiatische Länder gereist. Nach wie vor gebe es keine Hinweise auf Schweizer Opfer des Erdbebens und des Tsunamis.
Die Botschaft in Tokio hat unterdessen in Osaka eine Aussenstelle eingerichtet, die ab Montag in Betrieb genommen werden könnte. "Wir entscheiden je nach Entwicklung der Lage kurzfristig, ob wir auch den Rest des Botschafts-Teams nach Osaka verlegen", sagte Bucher weiter.
Er fühle sich aber nicht unmittelbar bedroht, sagte Bucher in der "SonntagsZeitung". Seit dem Erdbeben werde in der Botschaft aber nur noch Krisenmanagement gemacht, "die normale Arbeit der Botschaft ist eingestellt". Die Botschaft bemühe sich, die Schweizer in Japan laufend zu informieren. Wer Hilfe brauche, werde unterstützt.
Der Botschafter rühmt in dem Interview mit der "NZZ am Sonntag" das überlegte Handeln der Schweizer in Japan. "Viele haben uns spontan Hilfe angeboten", zum Beispiel Übersetzungsdienste. Unternehmen hätten Büroräumlichkeiten oder Transportfahrzeuge zur Verfügung gestellt. "Es ist doch beeindruckende, dass die Schweizer in dieser Situation als Gemeinschaft agieren - und nicht etwa als Panik-Truppe", so Botschafter Bucher.

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