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FRANKFURT (awp international) - Die wirtschaftlichen Folgen des Erdbebens in Japan hängen nach Einschätzung von Allianz Global Investors (AGI) ganz von der Entwicklung im Atomkraftwerk Fukushima ab. "Die negativen Konsequenzen durch die Schliessungen von Anlagen und Versorgungsunterbrechungen dürften für das Wirtschaftswachstum kurzfristiger Natur sein, falls eine weitere Eskalation der Situation in Fukushima vermieden werden kann", sagte Chefstratege Andreas Utermann am Freitag in Frankfurt. "Im zweiten Halbjahr 2011 könnte der Wiederaufbau der Infrastruktur eine ausgleichend positive Wirkung auf das japanische Wachstum haben."
Es bleibt aber laut Utermann sehr schwierig die Auswirkungen des Erdbebens zu bewerten. "Auch wenn das Wirtschaftsvolumen des von dem Erdbeben betroffenen Gebiets im Vergleich zu dem in Kobe 1995 etwas kleiner ist, so scheinen die Schäden am Strassen- und Eisenbahnnetz, an Kraftwerken und der gesamten Infrastruktur dieses Mal umfangreicher zu sein." Vor allem würden die Prognosen durch die Lage im Kernkraftwerk Fukushima erschwert, die sich jederzeit ändern könne. Im aktuellen Basisszenario geht Utermann jedoch weiterhin davon aus, dass die Auswirkungen des Erdbebens und der Kraftwerkskatastrophe in Grenzen gehalten werden können. In diesem Fall sei mit einem moderatem Wirtschaftswachstum in Japan zu rechnen.
"Aufgrund der starken zyklischen Dynamik in vielen Teilen der Welt, die durch eine global expansive Währungspolitik noch unterstützt wird, erwarten wir, dass die Auswirkung auf die Wachstumsaussichten weltweit moderat ausfallen und mit der geografischen Entfernung von Japan abnehmen werden", sagte Utermann. Für die asiatische Region, in die 55 Prozent der japanischen Exporte gehen und aus der 45 Prozent Importe kommen, sieht er kurzfristig eine moderate Wachstumsdämpfung, sofern die Region Tokio nicht vor einer intensiveren Strahlenbelastung oder weitreichenden Stromausfällen betroffen werde./jsl/jha/

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