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Zürich (awp/sda) - Wegen der Atomkatastrophe in Japan untersucht die Fluggesellschaft Swiss neu sämtliche Transportcontainer in Japan auf radioaktive Strahlung. Bisher wurden an zwei Containern leicht erhöhte Werte festgestellt, wie Swiss am Dienstag mitteilte.
Um sicherzustellen, dass keine verstrahlte Ware in die Schweiz gelangt, würden seit Montag sämtliche Transportcontainer von Swiss vor dem Verladen in Tokio vorsorglich geprüft, heisst es in der Mitteilung. Das Personal werde von Experten des Paul Scherrer Instituts (PSI) vor Ort instruiert.
An zwei Transportcontainern wurden laut Swiss in den vergangenen Tagen "leicht erhöhte Werte an einzelnen Oberflächen" festgestellt. Die Werte seien im "meldepflichtigen Bereich", jedoch "für allfällige Gesundheitseinwirkungen unbedenklich" gewesen. Das sei vom Bundesamt für Gesundheit bestätigt worden.
In Koordination mit den Behörden und den Strahlenschutzexperten des PSI seien die zwei Container untersucht und sichergestellt worden, teilte Swiss weiter mit. Messungen an der Ware im Container, den übrigen Frachtstücken und Frachträumen, am Flugzeug sowie an Bord hätten keine Auffälligkeiten ergeben.
Bislang wurden Flugzeuge erst bei ihrer Ankunft in der Schweiz auf Radioaktivität untersucht. Dabei wurden bis jetzt keine erhöhten Werte festgestellt.
Es sei wichtig zu verhindern, dass Radioaktivität von Japan in die Schweiz gelange, sagte Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Auch das Personal der Fluggesellschaft sei zu schützen, sagte Strahlenexperte Rolf Stürm gegenüber "Radio 24".
Die Schweiz habe sehr strenge Richtwerte für Radioaktivität und Strahlen - und diese könnten sehr schnell überschritten werden. Dies könnte etwa dazu führen, dass die Swiss einen radioaktiv verstrahlten Sitz im Flugzeug entfernen müsste.
In den nächsten drei Tagen seien auf den Flügen von Zürich nach Tokio an Bord des Airbus A340 von 228 Plätzen zwischen 70 bis 100 Sitze besetzt, sagte Swiss-Mediensprecher Jean-Claude Donzel auf Anfrage. Aus Japan nach Zürich reisen zwischen 40 bis 60 Passagiere.
Für gewöhnlich sei die Swiss auf ihren Langstrecken sehr gut gebucht, auch was die Auslastung der Flüge nach Japan betreffe, sagte Donzel. Viele Faktoren könnten zum Einbruch bei der Nachfrage führen. Ein Kriterium sei, dass die Passagiere wegen des Zwischenstopps in Hongkong rund fünf Stunden länger reisen müssen.
Die Swiss fliegt bis auf weiteres von Zürich mit einem Zwischenstopp in Hongkong nach Tokio und über die selbe Strecke zurück. Die Airline bedient die Destinationen einmal pro Tag.
Schweizer, die mit Swiss Mitte März von Japan zurück in die Heimat geflogen sind, müssen ihr Flugticket nicht selbst bezahlen. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) übernimmt die Kosten für die Repatriierung. Für Evakuierungen bei Krisen steht im EDA ein Jahresbudget von 400'000 Franken zur Verfügung.
mk

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