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Tokio (awp/sda/dpa/afp/dapd) - Mit Helikoptern und Wasserwerfern haben japanische Helfer versucht, im AKW Fukushima Eins einen Super-GAU abzuwenden. Militärhelikopter schütteten am Donnerstag Wasser auf die Reaktoren 3 und 4, wie Bilder des Fernsehsenders NHK zeigten.
Später wurden auch Wasserwerfer der Armee eingesetzt, nachdem ein Fahrzeug der Polizei wegen der hohen Strahlenlast abgezogen werden musste. Den Einsatz der Wasserwerfer bewertete der Betreiber Tepco als Erfolg.
Es sei Dampf aufgestiegen, folglich hätten die Wasserwerfer das Becken von Reaktor 3 mit den Brennstäben getroffen, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Block 3 ist auch mit hochgiftigen Plutonium bestückt. Soldaten versuchten, 30 Tonnen Wasser in ein Abklingbecken zu pumpen, um verbrauchte Brennstäbe zu kühlen.
Das Abklingbecken des Blocks 4 gibt aber weiter Anlass zu "ernster Sorge". Die Atombehörde vermutet, dass dort die Brennstäbe trocken liegen. Das Gebäude ist beschädigt, Radioaktivität kann so ungehindert entweichen.
Inzwischen setzten die Behörden die Helikopter-Flüge aus. Es solle zunächst überprüft werden, ob die Massnahme Erfolg zeige, hiess es zur Begründung. Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa sagte aber, nun sollten elf Militär-Löschflugzeuge eingesetzt werden. Ausserdem seien weitere Wasserwerfer auf dem Weg.
Arbeiter bemühten sich zudem, ein neues Kabel zu verlegen, um die Pumpen, Ventile und Motoren zuverlässiger mit Strom zu versorgen. Tepco hofft nach eigenen Angaben, dass die Leitung noch am Donnerstag steht.
Als Folge des Bebens der Stärke 9,0 waren Stromversorgung und Kühlungen der Reaktorblöcke ausgefallen. Ausserdem ist es nach vier Wasserstoff-Explosionen und zwei Bränden unmöglich, die Wasserstände in den Becken der Reaktoren 1 bis 4 zu kontrollieren.
Die USA liessen am Donnerstag eine unbemannte Drohne über das AKW fliegen und übermittelten die Fotos an die Regierung in Tokio, wie NHK berichtete.
Auch Russland bot Hilfe bei der Feuerbekämpfung im AKW an. Frankreich entsandte ein Flugzeug mit Material zur Eindämmung. Nach Angaben aus Paris befanden sich auch 95 Tonnen der Chemikalie Bor an Bord. Bor verlangsamt die Reaktion an den Brennstäben.
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