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JP/Regierung schliesst Japan-Airlines-Insolvenz nicht aus - Delta lockt (2. AF)

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 14:30 publiziert

(neu: Japanische Regierung)
TOKIO (awp international) - Die japanische Regierung schliesst eine Insolvenz der schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) nicht aus. "Ich habe nie gesagt, dass ein gerichtliches Insolvenzverfahren unmöglich ist", sagte Verkehrsminister Seiju Maehara am Mittwoch im Parlament in Tokio. Er habe bislang lediglich eine Abwicklung der Fluggesellschaft ausgeschlossen, nicht aber eine von einem Gericht geführte Restrukturierung. Derweil verstärkt die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines ihr Werben um den Konkurrenten.
Zusammen mit den Partnern im Luftfahrtbündnis Skyteam sei das Unternehmen bereit, die Japaner mit einer Milliarde Dollar zu unterstützen, sagte Delta-Chef Edward Bastian in Tokio. Damit lockt er die grösste japanische Fluggesellschaft aus der One-World-Allianz, zu der neben British Airways vor allem American Airlines gehört. Das Hilfspaket von Delta beinhaltet den Angaben zufolge eine Kapitalanlage über 500 Millionen Dollar von Skyteam sowie weitere 500 Millionen Dollar von Delta in Form von Umsatzgarantien und forderungsbesicherten Wertpapieren (asset-backed financing).
American Airlines will seinerseits JAL in der Allianz halten und hat ebenfalls bereits Hilfen für JAL angeboten. Kürzlich stellte es eine Minderheitsbeteiligung in Aussicht und warnte vor einem Wechsel des Bündnisses. Dies könne zu wettbewerbsrechtlichen Schwierigkeiten führen. Zudem werde ein Wechsel in der Anfangsphase JAL rund 500 Millionen Dollar Umsatz kosten.
JAL hat in vier der vergangenen fünf Jahre einen Verlust eingeflogen. Die Schulden belaufen sich inzwischen auf umgerechnet rund 10 Milliarden Euro. Daher hat das Management um Staatshilfe gebeten. Mit seinen Gläubigern strebt das Unternehmen einen Vergleich zur Neuordnung der Verbindlichkeiten an./RX/nl/ep/tw

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