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(um weitere Details zum Semesterabschluss ergänzt)
Zürich (awp) - Die Julius Bär Gruppe AG hat sich im ersten Semester des laufenden Jahres gut geschlagen. Der Vermögensverwalter zog weiterhin neues Geld an und vermochte die Bruttomarge gegenüber dem zweiten Halbjahr 2009 wieder zu steigern. Die Integration der übernommenen ING Schweiz wurde vorzeitig und erfolgreich abgeschlossen. Die Bank will weiter wachsen und sich an der Spitze des globalen Wealth Managements positionieren.
Insgesamt betrug der Netto-Neugeldzufluss im Sechs-Monatszeitraum 3,3 Mrd CHF nach 4,3 Mrd in der Vorjahresperiode bzw. noch 0,8 Mrd in der zweiten Jahreshälfte 2009. Auf Jahresbasis betrug der Zufluss 4,3% und liegt damit innerhalb der Zielbandbreite von 4 bis 6%, wie die Privatbankengruppe am Mittwoch mitteilte.
Die Netto-Neugeldentwicklung wurde geprägt von soliden Zuflüssen aus den Wachstumsmärkten. Diesen standen laut Bär Abflüsse im Zusammenhang mit gewissen Veränderungen im regulatorischen Umfeld sowie vereinzelte Kundenabgänge als Folge der Integration der ehemaligen ING Bank gegenüber.
Zum Semesterende verwaltete Bär Vermögen in der Höhe von 166,1 Mrd CHF, gegenüber 153,6 Mrd CHF zum Jahresende 2009. Positiv auf die Vermögensbasis wirkte die Übernahme von ING, welche 13,6 Mrd CHF an zusätzlichen Assets brachte, mit 4 Mrd negativ schlug dagegen der schwächere Euro zu Buche.
Der adjustierte Konzerngewinn erhöhte sich im Vergleich zum pro forma Wert der Vorjahresperiode um 7,9% auf 261,0 Mio CHF. Unter Einschluss von Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf Immateriellen Vermögenswerten resultierte ein den Aktionären zurechenbarer Periodengewinn von 184,8 (VJ 203,0) Mio CHF.
Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds habe Bär im ersten Halbjahr 2010 ein starkes Resultat erzielt. Die Integration der ING Bank sei frühzeitig und erfolgreich abgeschlossen worden, wird CEO Boris Collardi in der Mitteilung zitiert. "Unsere solide finanzielle Basis erlaubt es uns, unsere Wachstumsinitiativen weiter zu verfolgen oder gar zu beschleunigen". Es bleibe das Ziel, die Gruppe mit ihren Dienstleistungen an der Spitze des globalen Wealth Management zu positionieren.
Der Betriebsertrag erhöhte sich um 12,8% auf 916,4 Mio CHF. Die Bruttomarge betrug im ersten Semester 107 Basispunkte und lag damit über den 103 Basispunkten in der zweiten Jahreshälfte 2009, blieb aber hinter dem Wert der Vorjahresperiode zurück.
Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft erhöhte sich um 25% auf 492 Mio CHF, der Erfolg aus dem Zinsengeschäft ging als Folge der niedrigeren Zinsmargen dagegen um 13% auf 245 Mio CHF zurück. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft schliesslich nahm um 8% auf 163 Mio CHF zu. Dies insbesondere dank einer regeren Handelstätigkeit der Kunden insbesondere in Fremdwährungen.
Auf der Aufwandseite resultierte insbesondere als Folge der ING-Übernahme ein Plus von 12,1% auf 593,9 Mio CHF zu. Die Cost/Income Ratio blieb mit 63,4% nahezu stabil. Mit einer Tier 1 Ratio von 22,8% (Ende 2009: 24,2%) bleibt die Bär-Gruppe weiter gut kapitalisiert.
Mit den vorgelegten Zahlen hat der Vermögensverwalter die Konsenserwartungen bezüglich Neugeldzufluss und Betriebsertrag übertroffen, auf Ebene Assets under Management dagegen leicht verfehlt. Von AWP befragte Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Betriebsertrag von 875 Mio CHF und einem Neugeldzufluss von 2,6 Mrd CHF. Die verwalteten Vermögen wurden auf 166,9 Mrd CHF geschätzt.
Bestätigt wurden in der Präsentation zum Halbjahresergebnis die Finanzziele der Gruppe bis 2012.
gab/uh

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