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(teilweise umgeschrieben und ergänzt mit weiteren Details und Analystenkommentar, ohne Tabelle)
Interlaken (awp/sda) - Trotz viel weniger Gästen aus Asien haben die Jungfraubahnen 2009 den zweitstärksten Andrang der Firmengeschichte verzeichnet: 651'000 Passagiere fuhren im vergangenen Jahr zur höchstgelegenen Bahnstation Europas auf dem Jungfraujoch. Dies sind 3,7% mehr Personen als im 2008, wie die Jungfraubahn Holding am Dienstag mitteilte. Nur 2007 waren mehr Gäste aufs Jungfraujoch gereist.
Das Ergebnis sei umso bemerkenswerter, weil im Vergleich zu 2008 rund 100'000 weniger asiatische Besucher anreisten. Diesen Einbruch führt die Bahnbetreiberin auf die Angst vor der Schweinegrippe, die Wirtschaftskrise und die ungünstigen Wechselkurse zurück.
Auf den Besucherrückgang aus Asien reagierten die Jungfraubahnen mit einer offensiven Marketingstrategie und Sonderaktionen. In Folge reisten besonders viele Schweizerinnen und Schweizer dank preiswerten Angeboten auf den Berg, wie es heisst. An manchen Spitzentagen waren es fast zu viele.
Deshalb beschränkt die Bahnbetreiberin die Besucherzahl seit Mai 2009 auf 5'000 pro Tag. Daran halte das Unternehmen fest, wie es auf Anfrage hiess. Die Kontingentierung sei für die rund zehn Spitzentage pro Saison ein gutes Instrument, um die Reisequalität hoch zu halten, sagte der Medienverantwortliche Simon Bickel. Mit ein, zwei Ausnahmen habe die Durchsetzung der Beschränkung gut funktioniert.
Neben der Jungfraubahn konnten 2009 auch die Wengernalpbahn (+1%) und Grindelwald-First (+2,5%) ihre Gästezahlen steigern. Die Mürrenbahn verzeichnete einen leichten Rückgang (-4,6%). Mit der Harderbahn reisten fast ein Fünftel weniger Personen - allerdings hatte diese Anlage im 2008 das hundertjährige Jubiläum mit zahlreichen Sonderaktionen gefeiert.
Einen mageren Auftakt zur laufenden Wintersaison bescherte den Jungfraubahnen das schlechte Wetter über die Festtage. Vor allem die Tagesgäste fehlten. Zwischen 21. Dezember 2009 und 3. Januar 2010 fuhren 164'000 Gäste auf den Pisten von Grindelwald-First, Kleine Scheidegg-Männlichen und Mürren-Schilthorn. Vor einem Jahr wurden über die Feiertage 24,7% mehr Wintersportler gezählt. Allerdings ging der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um lediglich 11% zurück.
Zufrieden zeigen sich die Jungfraubahnen auch mit der Sechser-Sesselbahn Eigernordwand, die im Dezember 2009 eröffnet wurde. Viele Wintersportbegeisterte hätten die neue Verbindung zwischen Arvengarten und Eigergletscher genutzt.
Die Bank Vontobel bekräftigt nach den heutigen News die Einstufung für die Aktie ("Hold") und das Kursziel von 47 CHF. "2009 wird wie die Vorjahr zweifellos ein gutes Jahr werden, für 2010 bleiben wir allerdings vorsichtig", schreibt sie n einem Kommentar. Es sei zwar ein anhaltend positiver Umsatztrend zu erwarten, doch der operative Bereich dürfte sich schwierig gestalten. Sie verspricht sich angesichts der möglichen Erholung im Jahre 2011 und des 100-Jahre-Jubiläums im Jahre 2012 aber mittelfristig wieder eine Besserung.
Die Jungfraubahn-Aktie steht zur Mittagszeit unter Druck und verliert 5,7% auf 44,80 CHF (Gesamtmarkt SPI -0,5%).
uh

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