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Rümlang (awp) - Der Schliesstechnik-Konzern Kaba hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 durchwachsene Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stagnierte wegen des starken Frankens, der Konzerngewinn wurde dagegen leicht gesteigert. Für das ganze Geschäftsjahr rechnet Kaba mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung. Dazu soll die Akquisition der norwegischen Møller Undall Group wesentlich beitragen.
Der als spätzyklisch geltende Konzern setzte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 (per 31.12.) mit 560,0 Mio CHF knapp ein halbes Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Die Währungseinflüsse reduzierten den Umsatz um 5,7%, bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte stieg der Umsatz um 4,4%, wie der Sicherheitstechnikkonzern am Montag mitteilte. Unter dem Strich verblieb ein 3,9% höherer Reingewinn von 44,9 Mio CHF.
Der Umsatz des Business Segments Access + Data Systems stieg im Berichtssemester im Vergleich zur Vorjahresperiode organisch um 0,4%. Wegen der Erstarkung des Schweizer Frankens vor allem gegenüber dem Euro und dem Dollar verminderte sich der Verkaufserlös jedoch um 5,8% auf 287,4 Mio CHF.
Das Business Segment Industrial Locks wuchs organisch überdurchschnittlich um 17,4% auf einen Umsatz von 87,9 Mio CHF, während das Segment Key Systems den Wachstumskurs fortsetzte und den Verkaufserlös organisch um 6,9% auf 98 Mio CHF steigerte.
Das Business Segment Door Automation schliesslich legte organisch um 6,3% auf 96,5 Mio CHF zu. Kaba veräusserte dieses im Januar an die japanische Nabtesco Gruppe. Der Verkaufspreis beträgt den damaligen Angaben zufolge zwischen 220 Mio und 240 Mio CHF und schlägt sich in der konsolidierten Konzernrechnung 2010/2011 als einmaliger Gewinn von über 100 Mio CHF nieder.
POSITIVER AUSBLICK
CEO Rudolf Weber, der im Juli dieses Jahrs die Konzernleitung an Riet Cadonau, übergibt, zeichnete ein positives Bild von Kaba und rechnet für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres mit einer Fortsetzung der guten Geschäftsentwicklung. "Kaba ist für die Zukunft gut aufgestellt." So sei mit der Akquisition der norwegischen Møller Undall ein entscheidender Schritt gelungen, um in den schwer zugänglichen nordischen Märkten Fuss zu fassen.
Der Umbau des Konzerns in den vergangenen fünf Jahren stellt für den CEO die entscheidende Basis für eine künftig positive Entwicklung des Unternehmens dar. So habe sich Kaba mit den Produkten auf den Markt und die Kunden orientiert und nicht nur auf Technologie fokussiert. Zahlreiche lokale Marken seien auf eine reduziert worden und der Fokus sei auf organisches Wachstum gesetzt worden. "Alle Aufgaben sind gemacht", resümiert Weber.
Mittelfristig hält Kaba an einem organischen Wachstumspotenzial von jährlich 4% bis 6% sowie einer weiteren Steigerung der EBIT-Marge fest.
Vor allem in Asien will sich Kaba weiter engagieren. "Der Aufbau in China wird entscheidend sein", sagt Weber. Hier brauche Kaba denn auch noch weitere Marktorganisationen. Aber auch in den USA und Europa macht Weber Potenzial aus und erwartet "grosse Investitionen" der Kunden.
ROHSTOFFKOSTEN ALS BELASTUNGSFAKTOR
Als Risiken für den weiteren Geschäftsverlauf macht die Unternehmensführung den starken Franken und steigende Rohstoffkosten aus. In manchen Bereichen machten die Rohstoffkosten mehr als 60% der Herstellungskosten aus. "Steigende Kupfer- und Zinkpreise haben hier enorme Auswirkungen", merkte CFO Werner Stadelmann an. Kaba gibt mittlerweile vier Mal pro Jahr diese Preiserhöhungen weiter. "Auch wenn wir dabei Marktanteile verlieren", ergänzte CEO Weber.
Die Titel von Kaba verlieren gegen Mittag um mehr als 4%, während der Gesamtmarkt um knapp 0,2% nachgibt. Der Zahlenset fiel zwar unter den Erwartungen des Markts aus, jedoch noch innerhalb der Spannweite der Schätzungen. In Kommentaren zeigten sich einige Analysten vom Ergebnis enttäuscht.
ps/rt

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