Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Das als spätzyklisch geltende Lagerlogistik-Unternehmen Kardex hat die Folgen der Wirtschaftskrise noch nicht abgeschüttelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg zwar der Umsatz, ohne eine Akquisition wären die Verkaufszahlen jedoch ins Minus gerutscht. Wegen der tiefen Nachfrage und gesunkenen Preisen erwartet der Konzern für das abgelaufene Jahr denn auch, in die roten Zahlen zu rutschen.
Der Umsatz der Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2010 um 3,8% auf 355,9 Mio EUR, bereinigt um Währungseinflüsse waren es +1,6%. Ohne den Umsatzbeitrag der im Mai 2010 integrierten Kardex Mlog von 27,8 Mio EUR lag der Nettoumsatz 4,3% unter dem Vergleichswert des Vorjahrs, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
Im Laufe des Jahres nahmen die Umsätze von Quartal zu Quartal zu. Im zweiten Semester lagen die Verkäufe der Kardex Gruppe mit 205,3 Mio EUR rund 36% über denen des ersten Halbjahres.
Der Auftragseingang stieg um 21,3% auf 391,0 (322,3) Mio EUR, bereinigt um den Einfluss von Mlog betrug die Steigerung rund 6%. Im Vergleich zum ersten Semester war der Auftragseingang im zweiten Halbjahr um über 9% höher. Zum Ende des Geschäftsjahrs lag der Auftragsbestand der Gruppe mit 130,0 (78,9) Mio EUR um fast zwei Drittel über dem Vorjahr, ohne den Anteil von Mlog betrug die Zunahme 19,0%.
Gut entwickelte sich die Nachfrage den Angaben zufolge in Deutschland, Grossbritannien, Spanien, in der Tschechischen Republik sowie in Skandinavien und nach Branchen in den Sektoren Automobil, Detailhandel, Maschinen-, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie. In Asien und Ozeanien war das Umsatzwachstum dank höheren Verkäufen in China, Indien und Australien überdurchschnittlich.
Der Segmentumsatz 2010 im Geschäftsbereich Remstar war mit 192,8 Mio EUR um 3,4% rückläufig vor allem wegen der langsamen Erholung der Nachfrage in Europa und in Nordamerika. Im zweiten Semester legte der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr um über 30% zu. Der Auftragseingang stieg um 12,4% auf 203,3 Mio EUR und der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahrs lag mit 60,3 Mio EUR rund 25% über dem des Vorjahrs.
Im Geschäftsbereich Stow sank der Umsatz um 5,5% auf 135,6 Mio EUR. Überkapazitäten und hoher Preisdruck werden als Ursache für das Minus angeführt. Die Verkäufe im zweiten Semester übertrafen das erste Halbjahr um rund 28%. Stow verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme des Auftragseingangs von 2,3% auf 138,2 Mio EUR, zum Jahresende lag der Auftragsbestand mit 33,8 Mio EUR um 10,1% über dem Vorjahr.
Der neue Geschäftsbereich Kardex Mlog, der ab Mai 2010 konsolidiert wurde, erzielte einen Umsatz von 27,8 Mio EUR. Nach einem Auftragseingang von 50,0 Mio EUR verfügte Mlog zum Jahresende über einen Auftragsbestand von 36,1 Mio EUR.
Trotz Kostenreduktion, Kurzarbeit und Stellenabbau erwartet die Gruppe für das Geschäftsjahr 2010 ein negatives Betriebsergebnis (EBIT) im einstelligen Millionenbereich. Dies sei auf eine insbesondere im ersten Halbjahr tiefe Nachfrage und einen starken Preiswettbewerb in den meisten Märkten zurückzuführen.
Hinsichtlich einer Prognose zur weiteren Entwicklung gibt sich Kardex zurückhaltend. Trotz einer Erholung der Nachfrage sei die Marktvisibilität nach wie vor nicht ausreichend, um eine zuverlässige Prognose für das Geschäftsjahr 2011 abzugeben, heisst es in der Mitteilung. Die Gruppe sieht sich aber "gerüstet, um von einer nachhaltigen Erholung der Märkte überdurchschnittlich zu profitieren".
Das detaillierte Jahresergebnis wird am 31.03.2011 publiziert.
ps/uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???