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Katar soll in Porsche-Aufsichtsrat einziehen (AF)

Dieser Inhalt wurde am 18. Dezember 2009 - 14:50 publiziert

STUTTGART (awp international) - Das Emirat Katar soll nach seinem Einstieg bei Porsche künftig einen Sitz im Aufsichtsrat des Sportwagenbauers bekommen. Die Aktionäre der Dachgesellschaft Porsche Holding SE sollen bei der Hauptversammlung am 29. Januar Scheich Jassim Bin Abdulaziz Bin Jassim Al-Thani für vier Jahre in das Gremium wählen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichen Einladung zu dem Aktionärstreffen hervor. Der Scheich würde den Platz von Hans-Peter Porsche, dem Bruder von Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche, einnehmen.
Das Scheichtum war nach der missglückten Volkswagen-Übernahme mit zehn Prozent bei dem hochverschuldeten Sportwagenbauer eingestiegen. Der Wüstenstaat ist der erste Anteilseigner, der nicht zu den bisherigen Eigentümerfamilien Porsche und Piëch gehört. Das Emirat kaufte den Stuttgartern zudem einen Teil ihrer Optionen auf VW-Aktien ab und beteiligte sich auch an Europas grösstem Autobauer.
Die Wolfsburger stiegen Anfang Dezember für 3,9 Milliarden Euro mit 49,9 Prozent beim Porsche-Sportwagengeschäft (Porsche AG) ein. Die Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE hält ihrerseits knapp 51 Prozent an VW. Bis 2011 sollen die beiden Konzerne verschmelzen und Porsche zur zehnten Marke unter dem Dach von VW werden.
Auf der Hauptversammlung soll ferner beschlossen werden, dass alle Vorstände künftig ihr Gehalt offenlegen müssen. Gerade um die Bezahlung von Ex-Vorstandschef Wendelin Wiedeking hatte es in der Vergangenheit grosse Aufregung gegeben. Nach unbestätigten Angaben soll der Manager alleine im Geschäftsjahr 2007/08 durch eine vertraglich fixierte Gewinnbeteiligung rund 77 Millionen Euro eingestrichen haben./sba/gl/DP/tw

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