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DUISBURG (awp international) - Die anziehende Nachfrage und steigende Preise haben dem Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) im zweiten Quartal einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg beschert. Die Erlöse legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 50 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Mittwoch in Duisburg mitteilte. Operativ (EBITDA) erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 100 Millionen Euro. Damit verstärkte sich der Aufwärtstrend vom Jahresauftakt. Der Überschuss lag bei 47 Millionen Euro. Damit übertraf das Unternehmen die Schätzungen von Analysten. Vor einem Jahr steckte die Gesellschaft wegen der Wirtschaftskrise noch tief in den roten Zahlen.
"Während die Entwicklung in der Baubranche noch sehr verhalten verlief, hat die Automobilindustrie und zunehmend der Maschinen- und Anlagenbau positiv überrascht", sagte Vorstandschef Gisbert Rühl. Dabei zahlte sich besonders die im Frühjahr abgeschlossene Übernahme des Stahldienstleisters Becker aus dem westfälischen Bönen aus. Damit baute der Konzern, der bislang stark von der Baubranche abhängig war, sein Geschäft mit der Autoindustrie aus.
Die Aktie tendierte vorbörslich leicht im Minus. Händler zeigten sich in einer ersten Reaktion mit dem Zahlenwerk zufrieden.
GEWINNPROGNOSE ERHÖHT
Nach dem starken zweiten Quartal erhöhte der Vorstand seine Gewinnprognose. Der operative Gewinn soll nun auf mehr als 200 Millionen Euro steigen, die Marge über 4 Prozent liegen. Zuvor hatte KlöCo lediglich mehr als 3 Prozent für realistisch gehalten. Seine Umsatzprognose bekräftigte das Unternehmen. Die Erlöse sollen im Gesamtjahr um gut ein Viertel steigen. Fast die Hälfte davon geht auf das Konto von Zukäufen. Zudem versprach das Unternehmen seinen Aktionären, für das laufende Jahr wieder eine Dividende. In den vergangenen beiden Jahren hatten die Anteilseigner darauf verzichten müssen.
In der zweiten Jahreshälfte rechnet das Unternehmen KlöCo mit einer leichten Abschwächung der Stahlkonjunktur. Der gestiegene Absatz sei bislang vor allem darauf zurückzuführen gewesen, dass viele Verarbeiter ihre Vorräte wieder aufgefüllt hätten. Dieser Prozess sei nun abgeschlossen. Ein deutliches Anziehen des realen Stahlverbrauchs sieht Vorstandschef Rühl in Europa und Nordamerika weiterhin nicht, auch wenn sich Auto- und Maschinenbau besser entwickelten als erwartet.
Da die Stahlhersteller zu schnell nach der Krise ihre Kapazitäten wieder hochgefahren hätten, stünden die Stahlpreise seit Ende des zweiten Quartals nun zunehmend unter Druck, erklärte Rühl. Insbesondere beim für die Autoindustrie wichtigen Flachstahl könnte die Preise nur stabilisiert werden, wenn die in den Sommermonaten stillgelegten Anlagen nach der Ferienzeit nicht gleich wieder angefahren werden, sagte Rühl.
Weiterhin hat der KlöCo-Chef Übernahmen im Blick. Dafür stehen unverändert 500 Millionen Euro zur Verfügung. Seit dem Börsengang 2006 treibt das Unternehmen die Konsolidierung im fragmentierten Stahlhandel aggressiv voran. 20 Übernahmen hat das Unternehmen seitdem vollzogen./enl/stk

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