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(Korrigiert wurde der Bruttogewinn, er sank um 35,5 Mio auf 345,8 Mio CHF. Der Zinserfolg ging um rund 47% rpt 47% auf 4,3 Mio CHF zurück.)
Zürich (awp) - Die SIX Group hat im Jahr 2010 zwar den Betriebsertrag leicht gesteigert, der Konzerngewinn ging aber deutlich zurück. Die deutliche Abschwächung des Euro gegen den Franken drückte auf die operative Geschäftsentwicklung.
Der Betriebsertrag stieg leicht um 0,8% auf 1'220,5 (VJ angepasst: 1'211,3) Mio CHF. In Lokalwährungen wuchs der Umsatz um 6%. Der Bruttogewinn sank um 9,3% auf 345,8 Mio CHF, der Konzerngewinn fiel um 21,2% auf 173,6 Mio CHF zurück, wie die Börsenbetreiberin am Dienstag mitteilt. Dennoch werde eine unveränderte Dividende von 4,35 CHF je Aktie vorgeschlagen.
Die Gruppe habe im vergangenen Jahr ihr internationales Geschäft weiter ausgebaut und sich in hart umkämpften Märkten erfolgreich behauptet, heisst es weiter. Getrübt habe die markante Abschwächung des Euros gegenüber dem Schweizer Franken und tiefere durchschnittliche Zinsen. Die tieferen Erträge aus Finanzanlagen und die Wertminderung auf Aktiven der Eurex-Tochter ISE (International Securities Exchange) drückten auf den Gewinn.
Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft sei aufgrund des tiefen Zinsniveaus um rund 47% auf 4,3 Mio CHF eingebrochen. Hingegen wurde der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 4,3% auf 1'102 Mio CHF gesteigert. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sackte um 84% auf 6,1 Mio CHF ab, was vorab auf Bewertungsverluste und tiefere Erträge aus Finanzanlagen durch die im Vorjahresvergleich tiefere Performance der Aktienmärkte zurückzuführen sei.
Die stärkste Zunahme verzeichnete der Geschäftsbereich Zahlungsverkehr durch das internationale Wachstum. Ebenfalls positiv entwickelt habe sich das Geschäftsfeld Wertschriftenhandel und dies trotz Preisnachlässen und Marktanteilsverlusten beim Handel mit Schweizer Blue Chips. Im Geschäft mit Finanzinformationen sanken die Umsatzerlöse aufgrund des markant tieferen Euro-Wechselkurses.
"Das gute operative Ergebnis ist vor allem auf die positive Entwicklung im Geschäftsfeld Wertschriftenhandel, den Ausbau des internationalen Kartengeschäfts und ein aktives Kostenmanagement zurückzuführen", wird CEO Urs Rüegsegger zitiert. Zudem habe die SIX Preisnachlässe im Umfang von insgesamt 17,1 Mio CHF gewährt.
Das Ergebnis aus nicht konsolidierten Beteiligungen belaufe sich auf -18,0 Mio CHF nach -20,5 Mio CHF im Vorjahr. Die Zukunftsaussichten für die amerikanische Eurex-Tochter ISE hätten sich 2010 weiter verschlechtert, was nach 2009 nochmals eine Neubewertung zur Folge hatte. Es mussten Wertminderungen im Umfang von 53,5 Mio CHF verbucht werden.
Für das laufende Jahr 2011 rechne die SIX Group mit guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, trotz eines weiterhin starken Frankens gegen den Euro. Insgesamt rechnet SIX Group 2011 mit einem moderaten Umsatzwachstum und einem höheren Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr.
mk/dm/ps

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