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(KORR: Die Rückstellungen betragen 70 Mio EUR und nicht 70 Mio CHF)
Bern (awp/sda) - Der Bundesrat erwartet von der italienischen Swisscom-Tochter Fastweb, dass sie für die Swisscom wieder Gewinne erzielt. Der Bundesrat verlangt, dass die Auslandsbeteiligungen der Swisscom einen Beitrag zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts leisten.
Der Bundesrat erwarte, dass dieses Ziel mittelfristig erreicht werde, sagte Fernmeldeministerin Doris Leuthard im Rahmen der Fragestunde des Nationalrats. Die Verantwortung dafür liege aber allein beim Verwaltungsrat und dem Management, sagte sie in ihrer Antwort auf eine Frage von SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo (LU).
Zurzeit sei der Bund daran, die Ergebnisse 2010 der Swisscom zu prüfen. Ohne dem Ergebnis dieser Prüfung vorzugreifen, könne festgestellt werden, dass Fastweb 2010 anders als in früheren Jahren keinen Beitrag dazu gelistet habe, Umsatzverluste der Swisscom im Inlandgeschäft auszugleichen.
Drei Faktoren führten laut Leuthard zu diesem Ergebnis: Einerseits ist Fastweb im letzten Jahr nur um 1,5% gewachsen statt der im Businessplan vorgesehenen 6,5%. Negativ wirkte sich auch das derzeit ungünstige Wechselkursverhältnis zwischen Franken und Euro aus.
Zudem musste die Swisscom wegen des laufenden Mehrwertsteuerverfahrens gegen Fastweb 70 Mio EUR Rückstellungen vornehmen.
Nach der Überprüfung der Rechnung will der Bundesrat laut Leuthard wie üblich die Lage genau beurteilen und seine Einschätzung gegenüber den parlamentarischen Aufsichtskommissionen darlegen.
Die Swisscom hatte Mitte Februar für das letzte Geschäftsjahr einen Reingewinn von 1,786 Mrd CHF vermeldet, 7,1% weniger als im Vorjahr. Die Tochter Fastweb selber erwirtschaftete einen Verlust von 72,4 Mio EUR.
rt

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