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Hinter den Kulissen der CS gab es wegen des abgeblasenen Börsengangs Erklärungsbedarf. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Der abgeblasene Börsengang des Schweizer Geschäfts hat die Grossbank Credit Suisse einen tiefen einstelligen Millionenbetrag gekostet. Insgesamt kostete die Gründung der Schweizer Rechtseinheit alleine 2016 etwa 200 Millionen Franken.

Hohe Kosten seien somit ohnehin entstanden, sagte Thomas Gottstein, Chef der Credit Suisse Schweiz, im Interview mit der "SonntagsZeitung". Die Gründung der eigenen Rechtseinheit war eine der Auflage der Regulatoren, welche die CS als systemrelevante Bank einstufen. Im Krisenfall könnte die Schweizer Einheit abgespalten und gerettet werden.

Mit dem Börsengang der Schweizer Einheit wollte die Credit Suisse zusätzliches Kapital beschaffen. Sie hat sich Ende April dann aber für eine Kapitalerhöhung ausgesprochen. "Es hat sich gezeigt, dass es auch klare Vorteile hat, wenn das Schweizer Geschäft im Konzern bleibt. Es ist beispielsweise einfacher für uns, Übernahmen zu tätigen", sagte Gottstein.

Die vergebenen Vorbereitungen für den Börsengang habe sein Team zwar nicht demotiviert. "Aber es gab Erklärungsbedarf", sagt er. Er selbst zeigte sich überzeugt, dass das Schweizer Geschäft an der Börse ein grosser Erfolg geworden wäre. "Ich stehe aber hundertprozentig hinter dem Entscheid, auf den Börsengang zu verzichten", sagte er.

Dies sei im Sinne der Aktionäre, welche eine Kapitalerhöhung gegenüber dem Börsengang bevorzugten. Die Credit Suisse habe mit über hundert Grossaktionären gesprochen. Der Tenor sei klar gewesen.

SDA-ATS