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KPN einigt sich mit Ibasis auf Komplettübernahme

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2009 - 16:10 publiziert

DEN HAAG (awp international) - Nach monatelangen Streitigkeiten hat sich der niederländische Telekomkonzern KPN mit dem VoIP-Anbieter Ibasis auf eine Komplettübernahme geeinigt. Die Niederländer erhöhten ihr Angebot erneut und wollen nun 3 Dollar je Aktie zahlen, wie beide Gesellschaften am Montag mitteilten. Der Ibasis-Verwaltungsrat empfahl den Aktionären, das Gebot anzunehmen. Der neue Preis stelle einen Aufschlag von 130,8 Prozent auf den Schlusskurs vom 10. Juli 2009 dar, dem letzten Handelstag vor der ersten Offerte, hiess es in einer Mitteilung. Ursprünglich hatte KPN lediglich 1,55 Dollar, später 2,25 Dollar je Anteilschein der Tochter geboten.
Seit Oktober 2007 hält KPN bereits 57 Prozent von Ibasis. Damals brachten die Niederländer ihr VoIP-Geschäft in das Unternehmen ein. Wegen der Wirtschaftskrise liefen die Geschäfte zuletzt bei Ibasis nicht gut. KPN hofft, in Eigenregie die Wende besser zu schaffen. Mit dem neuen Angebot bewertet KPN die restlichen 44 Prozent mit 93,3 Millionen Dollar.
Über den Preis hatte es einen heftigen Streit gegeben. Ibasis lehnte das Angebot bislang als "inadäquat und opportunistisch" ab und zog sogar vor Gericht. Die eingereichten Klagen sollen nun zurückgezogen werden. Die Ibasis-Aktionäre haben nun bis zum 8. Dezember Zeit, das Angebot anzunehmen. Wenn KPN dann mehr als 90 Prozent der Aktien hält, sollen die verblieben Aktionäre zwangsweise ohne neues Angebot für den ausgehandelten Preis herausgedrängt werden (Squeeze-out)./nl/wiz

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