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Bern (awp/sda) - Die Krankenkasse KPT stoppt vorerst den umstrittenen Aktienrückkauf, mit dem zahlreiche ihrer Verwaltungsräte, Manager und Mitarbeiter eine zünftige Rendite einfahren würden. Zuerst soll nun ein Gutachten zum Beteiligungsprogramm erstellt werden.
Den Entscheid zur Sistierung der Aktienrückkäufe hat der Verwaltungsrat am Montag beschlossen, wie es von Seiten der KPT hiess. Mit dem Gutachten will der Verwaltungsrat eine Zweitmeinung zum Aktienbeteiligungsprogramm für die Mitarbeiter einholen.
Die Aktienrückkäufe der KPT sind in die Kritik geraten, nachdem der "SonntagsBlick" diesen öffentlich gemacht hat. Im Zuge der Fusion mit der Sanitas muss die Krankenkasse nämlich die Aktien ihrer Privatversicherungstochter zurückkaufen, die sie seit 2006 an Mitarbeiter und Unternehmensführung abgegeben hatte.
Das Programm, welches über eine Stiftung abgewickelt wurde, ermöglichte es Angestellten, Managern und Verwaltungsräten der KPT, sich für 28 bis 40 Franken pro Aktie am Unternehmen zu beteiligen. Für den Rückkauf der Aktien wurde nun deren Wert von einer Investmentbank auf 600 Franken festgelegt.
Wer also Beteiligungen an der KPT Versicherungen AG gekauft hat, erhält nun bis zum 20-fachen des eingesetzten Kapitals zurück. Die Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsmitglieder sollen so gemäss Medienberichten auf ihren Wertpapieren Gewinne erzielen, die sich durchschnittlich auf über 1 Mio. Fr. belaufen.
In einem Interview in der "Sonntagszeitung" erklärte KPT-Verwaltungsratspräsident Walter Bosch den tiefen Ausgabepreis der Aktien damit, dass es Ziel des Beteiligungsprogramms gewesen sei, dass möglichst viele Mitarbeiter Aktien hätten kaufen können. Laut Bosch gehen drei Viertel der 54 Mio. Franken, welche der Aktienrückkauf die KPT kostet, an Mitarbeiter.
In den diversen Verwaltungsräten der KPT-Gruppe sitzen gemäss aktuellstem Geschäftsbericht nebst Bosch unter anderem auch der Berner Wirtschaftsberater Bernhard Liechti, Swiss-Verwaltungsratspräsident Rolf Jetzer oder der ehemalige Eishockey-Nationaltrainer Simon Schenk.
Bosch und auch einzelne andere Mitglieder der Führungsgremien haben bereits verlauten lassen, den Gewinn aus dem Aktienverkauf nicht oder nur teilweise annehmen zu wollen. Die KPT-Gruppe gehört zwei Genossenschaften.

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