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NORTHFIELD (awp international) - Der US-Lebensmittelmulti Kraft erhofft sich vom Zukauf des britischen Süsswarenherstellers Cadbury einen Schub für sein Geschäft. Der Konzern rechnet damit, langfristig schneller zu wachsen und auch profitabler zu sein als bislang. Die Marken von Cadbury seien eine Bereicherung für Kraft, sagte Konzernchefin Irene Rosenfeld am Dienstag in Northfield (US-Bundesstaat Illionois).
Kraft und Cadbury vereinen bekannte Namen wie Milka, Toblerone oder Dairy unter einem Dach. "Wir profitieren von Investitionen in unsere Kultmarken", sagte Rosenfeld. Zusammen rücken die beiden Unternehmen näher an den weltgrössten Lebensmittel-Konzern Nestlé aus der Schweiz heran.
Kraft hatte die Übernahme nach langem Ringen Mitte Januar ausgehandelt. Die US-Amerikaner zahlen 11,5 Milliarden Pfund (13,2 Mrd Euro) für den traditionsreichen britischen Schokoladen- Produzenten. Mittlerweile hat sich Kraft knapp 91 Prozent der Aktien gesichert; die restlichen Minderheitsaktionäre sollen abgefunden und Cadbury im März von der Börse genommen werden.
Kraft sei unter guten Vorzeichen in das neue Jahr gegangen, sagte Rosenfeld. Sie warnte allerdings, dass das wirtschaftliche Umfeld weiter schwierig sei und verwies vor allem auf die hohe Arbeitslosigkeit im Heimatmarkt. Hier lief das Geschäft zuletzt schleppend, nur Fertiggerichte verkauften sich wirklich gut. Dagegen konnte Kraft im Ausland - Europa wie den Schwellenländern - kräftig zulegen.
Der Umsatz im Schlussquartal stieg um 3 Prozent auf 11,0 Milliarden Dollar. Dabei halfen auch Währungseffekte. Der Gewinn verbesserte sich unterm Strich von 178 auf 710 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte ein weitreichender Umbau den Konzern belastet, nun profitierte das Unternehmen davon. Kraft hatte schlecht laufende Marken ausgemustert und Stellen gestrichen.
Im Gesamtjahr konnte Kraft den Gewinn um 5 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar hochschrauben, der Umsatz fiel um 4 Prozent auf 40,4 Milliarden Dollar. Gemeinsam mit Cadbury will Kraft langfristig aber mindestens 5 Prozent pro Jahr wachsen. Solo hatte sich Kraft nur 4 Prozent zugetraut. Das Ergebnis je Aktie sieht das Management auf lange Sicht um 9 bis 11 Prozent jährlich steigen - bislang waren es 7 bis 9 Prozent.
Die Briten fürchten, dass sie die Verlierer des ehrgeizigen Planes sein werden. So will das US-Management trotz anderslautender Versprechen das Cadbury-Traditionswerk im südwestenglischen Somerdale schliessen. Gewerkschaften und Regierung reagierten empört./das/DP/fn

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