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NEUTRAUBLING (awp international) - Der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones sieht sich trotz anhaltenden Preisdrucks und einer in Mitteleuropa eher verhaltenen Nachfrage weiter im Aufwind. Für 2011 peilen die Oberpfälzer weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis an. Im abgelaufenen Jahr erreichte Krones seine eigenen Ziele dank der Erholung seiner Absatzmärkte in der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Auch Händler lobten die Eckdaten, die im MDax notierte Aktie lag am Mittag mit einem halben Prozent im Plus.
"Es wird auf alle Fälle eine sehr positive Entwicklung sein. In jeder Beziehung, also Umsatz und Ergebnis und Auftragseingang natürlich auch", sagte Krones-Finanzchef Hans-Jürgen Thaus am Donnerstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX mit Blick auf die ersten Monate des Jahres. Nähere Details, auch zum Ausblick und zu einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, will Thaus Ende April bei der Bilanz-Pressekonferenz geben.
Der Aufwärtstrend ist laut Thaus nahezu weltweit zu verzeichnen. "Unsere Kunden in der Getränke- und Nahrungsmittel-Industrie hatten in der Krise eigentlich keine Einbrüche, aber sie haben sich wohl psychologisch entschieden, nicht zu investieren und das holen sie gerade auf", sagte Thaus mit Blick auf die seit einiger Zeit wieder steigenden Bestellungen. "Die Ausnahmen sind Mitteleuropa und auch Deutschland sowie die Regionen Nahost und Afrika." Diese Regionen entwickelten sich im Vergleich zur Krisenzeit nur relativ verhalten.
"Das aktuelle Auftragswachstum ist auch dem ganz natürlichen Wachstum in den Schwellenländern zu verdanken, in denen die Bevölkerung und der Wohlstand wachsen", erklärte Thaus. In hohem Masse seien es auch Rationalisierungsinvestitionen. Alte Maschinen würden ersetzt, weil sie die Komplexität der neuen Produkte nicht erfüllen.
Der für Maschinenbauunternehmen wichtige Auftragseingang war den am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Zahlen zufolge 2010 um 15 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro geklettert, der Umsatz um 17 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro gestiegen. Vor Steuern (EBT) war das Ergebnis mit 70,8 Millionen Euro wieder positiv, nachdem diese Kenngrösse im Krisenjahr 2009 mit 39 Millionen Euro im Minus lag. Unter dem Strich verdiente Krones 50,9 Millionen Euro nach einem Verlust von 34 Millionen Euro im Jahr zuvor.
Im Krisenjahr 2009 waren die Preise in der Branche stark unter Druck geraten. Thaus sprach damals von einem "blutigen Preiskampf". "Man kann noch nicht von Entspannung sprechen. Wir haben nach wie vor einen fast irrationalen Preiskampf", sagte der Finanzchef mit Blick auf die aktuelle Situation. Es sei jetzt mehr Volumen bei den Aufträgen da, aber die Preise hätten sich nicht grossartig entspannt.
Angesichts der unklaren Situation nach der Erdbeben-Katastrophe in Japan macht sich Thaus zumindest geschäftlich für Krones keine Sorgen. "Japan war aus Sicht von Krones nie ein bedeutender Markt." Der Markt sei sehr geschlossen. "Unsere Umsätze in Japan machten in den vergangenen Jahren gerade einmal etwa ein Prozent unserer Gesamterlöse aus".
2009 war der Weltmarkt für Verpackungsmaschinen um rund ein Viertel eingebrochen und hatte Krones das erste Verlustjahr nach neun Rekordjahren in Folge eingebrockt. Seinen Aktionären will Krones dank der Rückkehr in die schwarzen Zahlen nun wieder eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie zahlen nach einer Nullrunde im Vorjahr.
stb/enl/stk

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