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Zürich (awp) - Der Reisekonzern Kuoni hat im vergangenen Jahr trotz eines nur leicht höheren Umsatzes einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnet. Damit zeigen sich die ersten Erfolge der Reorganisation der Gruppe. Einen konkreten Ausblick traut sich Kuoni mit der aktuellen Lage in Nordafrika und Japan allerdings nicht zu.
Die Aktionäre profitieren von der Gewinnsteigerung und erhalten eine steuerfreie Dividende. Diese fällt auf den ersten Blick zwar mit 2,50 CHF pro Namenaktie B nach 8,00 CHF im Vorjahr deutlich tiefer aus. Die Ausschüttung entspreche aber der Politik von Kuoni, ein Drittel des Nettoergebnisses auszuschütten. "Dies soll auch in Zukunft so bleiben", ergänzte CFO Peter Meier am Rande der Pressekonferenz. Im Vorjahr profitierte die Dividende noch von einem Überhang aus dem hohen Ergebnis 2008.
GEWINN VERVIELFACHT
Der Konzern vervielfachte den Reingewinn auf 23,2 (VJ 1,6) Mio CHF, nach Minderheiten waren es 21,3 (0,2) Mio CHF. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte auf 58,4 (VJ 15,1) Mio CHF. Der Underlying EBIT ohne Kosten für das Restrukturierungsprogramm, den Vulkanausbruch in Island sowie Amortisationen wurde auf 127,1 Mio CHF mehr als verdoppelt, wie der Reisekonzern am Dienstag mitteilte. Der Nettoerlös stieg indes nur leicht um gut 2% auf 3,98 Mrd CHF.
Der Verlust im Zusammenhang mit der Aschewolke in Island wurde mit 14,5 Mio CHF veranschlagt, das Restrukturierungsprogramm schlug mit 40,4 Mio CHF zu Buche. Im laufenden Jahr 2011 sollen hierfür nochmals rund 36 Mio CHF anfallen. Währungseffekte insbesondere durch den starken Franken gegenüber Euro, britischem Pfund und Dollar wurden teilweise durch die Aufwertung der schwedischen Krone und der indischen Rupie kompensiert.
BESONDERS SKANDINAVIAN, ASIEN UND DESTINATION MANAGEMENT STARK
Neben der Reorganisation der Gruppe und Kostensenkungen habe auch die allgemeine Erholung der Weltwirtschaft zum guten Ergebnis beigetragen, so Kuoni weiter. Die wichtigsten Ertragspfeiler waren Skandinavien, Asien und Kuoni Destination Management.
In der Marktregion Nord, die unter anderem die skandinavischen Länder, Russland, Grossbritannien und Benelux umfasst, wurde das Betriebsergebnis auf 52,1 Mio CHF mehr als verdreifacht. Die Sparte Destinations steigerte trotz Margendrucks, negativer Währungseinflüsse sowie Nettoerlösausfällen durch die Aschewolke und Unruhen in Thailand den EBIT um mehr als 36%.
In der Marktregion Süd mit dem Heimatmarkt Schweiz, Südeuropa und Asien wurde der EBIT um knapp 38% auf 46,1 Mio CHF gesteigert. Das Wachstum sei aber ausschliesslich in Asien in den Märkten Indien und China/Hongkong erzielt worden, so Kuoni.
KEIN AUSBLICK - HOHE UNSICHERHEIT
Die Buchungen des Veranstaltergeschäfts lagen per 13. März 2011 für das Jahr 2011 in Schweizer Franken 7% unter dem Vorjahresniveau, in Lokalwährungen auf Vorjahresniveau. "Allerdings läuft das Destination Management gut", ergänzte CEO Peter Rothwell. Dort sei GTA, deren Übernahme Kuoni Anfang März bekannt gab, auch sehr stark. Unterdessen gibt es für die nötige Kapitalerhöhung laut CFO Meier zwar noch keinen konkreten Termin. "Das erklärte Ziel ist aber, diese auf jeden Fall in diesem Jahr und möglichst im erstmöglichen Zeitfenster bis etwa Mitte Mai durchzuführen", sagte er.
Für das laufende Jahr wagt Kuoni keine konkrete Prognose. "Die weitere Entwicklung ist aufgrund der Folgen des schweren Erdbebens in Japan und der unsicheren geopolitischen Lage in den arabischen Ländern schwierig einzuschätzen", wird der CEO in der Mitteilung zitiert.
Die politischen Umstürze insbesondere in den Ferienländern Ägypten und Tunesien hätten im Februar 2011 zur Einstellung aller Reisen in diese Länder geführt. Die Annulationen konnten nur teilweise durch Umbuchungen kompensiert werden.
Der fehlende Ausblick stösst auch der Börse sauer auf - die Aktie fällt gegen Mittag um gut 3%.
dm/uh

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