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Zürich (awp) - Die Kuoni Reisen Holding AG hat am Donnerstag mit einem geringeren Verlust und einem positiven Ausblick überzeugt. Die Erwartungen der Analysten konnte der Reiseveranstalter in allen Bereichen übertreffen.
Auch die Verluste durch den Vulkanausbruch in Island fielen nicht so hoch aus wie befürchtet. Hatte Kuoni im April für diese noch 18 Mio CHF veranschlagt, wurde der EBIT nun lediglich mit 15,2 Mio CHF belastet. Allerdings wurde die Nachfrage in Europa auch wegen der Schuldenkrise, Streiks und Demonstrationen in Griechenland sowie der Unruhen in Thailand gebremst.
UMSATZ STABIL - CASH FLOW HOCH
Der Gruppenumsatz blieb mit einem minimalen Rückgang um 0,2% auf 1'756 Mio CHF fast stabil. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel - bereinigt um die Kosten für das Investitions- und Kostensenkungsprogramm sowie die Effekte aus dem Vulkanausbruch - mit -1,8 Mio CHF nur noch leicht negativ aus (VJ -32,8 Mio), unbereinigt waren es noch -37,8 (-48,7) Mio CHF. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust von 46,1 Mio CHF (VJ -51,0 Mio).
Der Cashflow aus Betriebstätigkeit erhöhte sich deutlich auf 115 (29) Mio CHF, auch der Free Cashflow stieg stark auf 97 (13) Mio CHF an. Der Bruttogewinn legte ebenfalls zu und erreichte 369 (354) Mio CHF. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 21,0 (20,1)%.
WEITER AKQUISITIONEN GEPLANT - EFFIZIENZPROGRAMM AUF KURS
Neben der angepeilten Vollübernahme von Et-China, die Kuoni bis zum Ende des Jahres abzuschliessen hofft, hält der Reisekonzern die Augen weiter offen. "Wir sind hoffnungsvoll, dass sich 2010 weitere Möglichkeiten ergeben und noch das eine oder andere zustande kommt", sagte CFO Max Katz bei einer Telefonkonferenz. Man sei weiterhin offen für interessante Zukäufe in den Regionen Asien und Europa. Konkreter wollte Katz allerdings nicht werden.
Zu einem möglichen Teilverkauf von VFS Global, über den jüngst in der Presse spekuliert wurde, wollte Katz keine Stellung nehmen. "Wir überprüfen aber unser Portfolio an Beteiligungen kontinuierlich."
Das Anfang 2009 gestartete Effizienzprogramm ist weiter auf Kurs. Im ersten Halbjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 13,6 Mio CHF an, für das Gesamtjahr sind 46 Mio CHF eingeplant. Das Programm läuft über drei Jahre.
AUSBLICK POSITIV
Der Blick in die Zukunft ist optimistisch. Die Reisebuchungen für 2010 zeigten in den vergangenen acht Wochen eine Zunahme von 9% gegenüber dem Vorjahr, heisst es. Die Buchungen des Veranstaltergeschäfts lägen per 8. August auf Vorjahresniveau. Im Juli, dem wichtigsten Monat des Geschäftsjahres, konnten sowohl die Nettoerlöse als auch die EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die EBIT-Marge lag im Juli bei über 10%.
Für das Gesamtjahr erwartet Kuoni mit den höheren Buchungsständen für das zweite Halbjahr eine Zunahme des Nettoerlöses gegenüber dem Vorjahr im tiefen einstelligen Prozentbereich. "Aufgrund nachhaltiger Kostensenkungen und verbesserter Margen rechnen wir mit einer bereinigten EBIT-Marge gegen 3%", wird CEO Peter Rothwell zitiert. Analystenberechnungen zufolge peilt das Unternehmen damit einen bereinigten EBIT von rund 120 Mio CHF an.
Bis Kuoni auf Umsatzebene wieder das Vorkrisenniveau erreiche, dürfte indes noch etwas Zeit vergehen. "In stark wachsenden Märkten wie China und Indien sind wir sehr gut positioniert", so CFO Katz. In Europa sei allerdings in nächster Zeit nicht mit einem sonderlich starken Umsatzwachstum zu rechnen.
ANALYSTEN LOBEN - AKTIE LEGT KRÄFTIG ZU
Fast durchweg stiessen die Zahlen und der Ausblick auf positives Echo unter Analysten. Die Citigroup reagierte auf die "sehr starken Ergebnisse" mit einer spontanen Hochstufung auf "Hold" von "Sell". Bei Wegelin heisst es, dass sich die Kosten- und Effizienzmassnahmen, die das Ergebnis derzeit noch belasten, schon bald positiv auswirken sollten.
Die Aktie macht in einem kaum veränderten Gesamtmarkt einen deutlichen Kurssprung und klettert gegen Mittag um 6,7% auf 343,25 CHF.
dr/tp

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