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Plan-les-Ouates (awp) - Lem, der Hersteller von Elektronik-Komponenten, hat sich im Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende März) von der Krise erholt und markant mehr Bestellungen erhalten. Entsprechend ergab sich auch beim Umsatz und beim Gewinn eine sprunghafte Erholung, was zu einer Verdoppelung der Dividende führt. Der Höhepunkt scheint gemäss der Entwicklung im vierten Quartal jedoch bereits überschritten, zeigt sich doch das Unternehmen für das neue Geschäftsjahr noch vorsichtig.
Der Umsatz wurde um 60% auf 296,2 Mio CHF und der Auftragseingang um 55% auf 336,9 Mio gesteigert. Der operative EBIT legte um 134% auf 60,4 Mio zu und der rapportierte EBIT nach Abzug der Aktienoptionspläne hat sich auf 55,0 Mio mehr als verdreifacht, wie Lem am Donnerstag mitteilte.
Die operative EBIT-Marge stieg auf 20,4% und die optionsbereinigte Marge auf noch immer hohe 18,6%. Die zusätzlichen Kosten für die Aktienoptionspläne hätten sich auf 5,4 Mio CHF belaufen. Diese Kosten stünden in direktem Zusammenhang mit der gemäss Lem "starken" Performance der Aktie, welche im Verlauf des Geschäftsjahres auf 570 von 340 CHF gestiegen sei.
Der effektive Konzernsteuersatz hat auf 21,3 von 34,9% verringert, womit sich ein auf 39,6 Mio CHF knapp vervierfachter Reingewinn ergibt.
Die Dividende soll auf 40 CHF je Aktie gegenüber dem Vorjahr verdoppelt werden. Im Vorjahr gab es eine ordentliche Dividende von 5,00 CHF sowie eine ausserordentliche von 15 CHF je Aktie. Im Februar mit der Präsentation der Neunmonatszahlen hatte Lem bereits angekündigt, dass die Dividendenpolitik angepasst werde. So soll die Ausschüttungsquote neu "deutlich über 50% des konsolidierten Reingewinnes" betragen, nach 25-50% bisher.
Mit dem Ergebnis hat Lem die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei rund 293 Mio CHF, für den EBIT bei 52 Mio CHF und für den Reingewinn bei knapp 35 Mio CHF.
Das Geschäftsjahr sei durch ausserordentliches Wachstum gekennzeichnet gewesen und die Wachstumsperspektiven seien vielversprechend. Lem bezeichnet das Ergebnis als "gut", was nebst dem deutlichen Umsatzanstieg dem im Zuge der Finanzkrise eingeführten effizienten Kostenmanagementprogramm zu verdanken sei.
Der Geschäftsverlauf dürfte sich indes zu Beginn des Geschäftsjahres 2011/12 vorerst beruhigen. Nach den hohen Auftragseingängen der ersten drei Quartale nach dem Ende der Finanzkrise, seien diese im vierten Quartal wieder gesunken. Dieser Rückgang sei eine Folge der Normalisierung der Märkte für elektronische Komponenten nach der kräftigen Erholung, während der viele Kunden ihre Bestände aufgestockt und umfangreiche Aufträge mit langen Vorlaufzeiten erteilt hätten. Ähnlich sei der Auftragseingang im Solarmarkt zurückgegangen.
Das Industriesegment, das Hauptsegment von Lem, verzeichnete ein Umsatzplus von 60% auf 272,7 Mio CHF, wobei ein operativer EBIT von 57,6 Mio erwirtschaftet wurde. Alle Märkte mit Ausnahme des Traktionsmarktes, welcher stabil geblieben sei, seien stark gewachsen, vor allem die Bereiche Elektromotorenantriebe und erneuerbare Energien. Die Solaranergie bleibe aber ein volatiler Geschäftsbereich, da die Nachfrage von politischen Faktoren wie der Einspeisungsvergütung beeinflusst werde.
Das Automobilsegment erreichte einen Umsatzanstieg von 60% auf 23,5 Mio CHF und einen operativen EBIT von 2,8 Mio. Dieser "Erfolg" sei hauptsächlich auf das Umsatzwachstum sowie auf die Verlagerung der Produktion nach China zurückzuführen.
Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011/12 zeigt sich Lem vorsichtig. Nach der starken Erholung der Märkte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2010/11 sei zu Beginn des Geschäftsjahres 2011/12 mit einem Rückgang sowohl des Umsatzes als auch des Auftragseingangs zu rechnen. Dies dürfte die Konsequenz der Schwäche im Solarmarkt und der Kompensation von zu grossen Bestellmengen und zu grosser Lagerbestände in den vorangegangenen Quartalen sein.
Das Geschäft mit Elektromotoren dürfte im neuen Geschäftsjahr aber stark bleiben und das Geschäft im Bereich der erneuerbaren Energien dürfte sich gemäss den Prognosen im Jahresverlauf erholen. Ausserdem soll die Produktion für verschiedene Projekte im Automobilsegment anlaufen. Weiter erwartet das Unternehmen zunehmenden Wettbewerbsdruck und einen anhaltenden Einfluss der Währungsschwankungen.
Weiter gibt Lem bekannt, dass zu Handen der GV Andreas Hürlimann zur Zuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen werde.
cf/cc

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